17:46 26 November 2020
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    Die digitalisierte Parkplatzsuche soll Autofahrer vom Stress befreien. Das versprechen das Unternehmen Deutsche Telekom und die Stadt Hamburg. Gleichzeitig soll damit der CO2-Ausstoß reduziert und der Verkehr in Großstädten verringert werden. Weitere deutsche Städte sind an dem Projekt interessiert.

    Immer mehr Menschen ziehen in die Städte. Das sorgt für mehr Verkehr und der wiederum für mehr Staus und weniger Parkplätze. Dieses Problem will die Stadt Hamburg in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom lösen. "Wir sehen in den großen Städten, dass der Verkehr zunimmt und der Parkraum aber nicht“, erklärte Sandra Rohrbach, Pressesprecherin der Telekom, in einem Sputnik-Interview.

    „Wir sind heute immer mehr in den Städten unterwegs und suchen uns einen Parkplatz. Das ist der sogenannte Parkraumsuchverkehr. Es gibt Studien, die sagen, dass man hierfür 20 Minuten im Schnitt unterwegs ist. Das wollen wir mit der App verbessern. Wir wollen die Leute gezielt an den freien Parkplatz führen, sodass nicht mehr so lange rumgefahren werden muss. Dadurch reduziert sich natürlich auch der CO2-Ausstoß und der Verkehr in der Innenstadt."

    Die Lösung besteht laut Telekom in installierten Sensoren auf den Parkflächen, die prüfen, ob der jeweilige Platz belegt oder frei ist. Diese Informationen können Nutzer dann über die von der Telekom entwickelte App „Park and Joy“ einsehen. Darüber kann auch bezahlt werden, was aber die Kosten nicht erhöhen soll. Bei Parkhäusern kann über die App der Parkplatz im Voraus gesichert werden. Bei offenen Stellflächen mit Parkautomaten ist es für die Autofahrer nicht möglich, einen Platz zu reservieren.

    Der Sensor, der auf den Parkplätzen montiert wird
    Deutsche Telekom AG
    Der Sensor, der auf den Parkplätzen montiert wird

    Der Nutzen der digitalisierten Parkplatzsuche liegt auf der Hand: Das Suchen in der Großstadt nimmt ab, der CO2-Ausstoß wird reduziert, auch weil in aussichtslosen Parksituationen das Auto vielleicht künftig stehen gelassen wird. "Vielleicht treffe ich ja auch die Entscheidung: Ich habe keinen Parkplatz vor der Tür, so wie ich ihn brauche und müsste lange rumfahren oder in Gebieten rumfahren, wo ich gar nicht sein möchte“, erklärte Telekom-Sprecherin Rohrbach. „Also steige ich dann doch auf den öffentlichen Verkehr um, nehme Bus oder Bahn oder ein Stadtfahrrad oder ein Carsharing-Angebot. So kann es ebenfalls dazu beitragen den Verkehr insgesamt zu reduzieren.“

    Nicht nur Hamburg sei an diesem Parkplatzmanagement interessiert: Die Städte Moers, Duisburg und Dortmund haben bereits Absichtserklärungen mit der Telekom unterschrieben. Und mit anderen Städten gebe es bereits Gespräche, so Rohrbach.

    Valentin Raskatov

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    Tags:
    App, Deutsche Telekom AG, Hamburg, Deutschland