14:25 15 Oktober 2018
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    Holocaust-Kabarett im Zentrum Kiews sorgt für Skandal

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    Der Oberrabbiner der Ukraine, Moshe Reuven Azman, hat sich auf seiner Facebook-Seite über das gegenüber der Kiewer Zentralsynagoge aufgehängte Werbeplakat für ein Theaterstück unter dem Titel „Holocaust-Kabarett“ äußerst empört.

    „Diesen Schrecken – ich kann es nicht anders nennen – hängte man gestern, am Tag des Gedenkens an die Holocaust-Opfer, im Zentrum der Stadt auf, wo sich Babyn Jar (eine Schlucht in Kiew, die 1941 zum Schauplatz des größten einzelnen Massakers an jüdischen Männern, Frauen und Kindern im Zweiten Weltkrieg wurde – Anm. d. Red.) befindet. Gegenüber der Zentralsynangoge!“, schrieb Azman.

    Das sei eine pure Provokation. „Wir, die jüdische Gemeinde, werden alles unternehmen, um diese Provokation sofort wegzuschaffen“, schrieb der Oberrabbiner ferner.

    Noch am selben Tag gab Azman ebenfalls via Facebook bekannt, dass das Plakat demontiert worden sei.

    Nach Informationen des Portals „Strana“ wird das Satirestück des kanadischen Dramenschreibers Jonathan Garfinkel über den NS-Kriegsverbrecher John Demjanjuk – „Die Demjanjuk-Prozesse. Holocaust-Kabarett“ – im Kiewer Theater „Misanthrop“ aufgeführt.

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    Tags:
    Werbung, Theateraufführung, Holocaust, Kritik, Skandal, Rabbiner, Kiew