15:34 17 Juli 2018
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    China setzt Muslimen Grenzen bei Namensgebung für Kinder

    China setzt Muslimen Grenzen bei Namensgebung für Kinder – Medien

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    Die chinesischen Behörden haben den Einwohnern des westlichen Gebietes Xinjiang, in dem überwiegend Muslime leben, verboten, ihren Kindern Namen mit einer separatistischen und extremistischen Nebenbedeutung zu geben, schreibt die britische Zeitung „The Guardian“.

    Demnach fielen Namen wie beispielweise Islam, Koran, Mekka, Jihad, Imam, Saddam, Haddsch und Medina unter das Verbot.

    „Halten Sie sich einfach an die Parteilinie, und alles wird in Ordnung sein. Menschen mit solchen Namen werden keine Anmeldung am Wohnsitz bekommen“, sagte ein Polizeibeamter im Gespräch mit einem Korrespondenten des Blattes.

    Bei der Namenswahl sei es besser, im Mainstream zu bleiben und Namen wie Memet zu bevorzugen.

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    Kinder ohne Anmeldung bekommen keinen Zugang zur Ausbildung, zum Gesundheits- und Sozialschutz, so der Beamte.

    In Xinjiang leben mehrheitlich turksprachige Uiguren (72 Prozent) und nur 26 Prozent ethnischer Chinesen oder Han-Chinesen. Dabei beklagen sich viele Uiguren über Unterdrückung durch die zentrale Verwaltung. Sie werden unter anderem nicht zum Militär- und Polizeidienst zugelassen.

    Auf dem Territorium des Gebietes agieren islamistische Radikale, die für den unabhängigen Staat „Östlicher Turkestan“ eintreten. Seit 1990 starben Hunderte Menschen wegen Xinjiangs Konfrontation mit Peking.

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    Tags:
    Uiguren, Muslime, Namen, Xinjiang, China
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