14:24 21 Oktober 2018
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    Museum für antiamerikanische Kunst anstelle der ehemaligen US-Botschaft

    Wie die USA der Welt die „Freiheit“ bringen – ein Ausschnitt mit FOTOS

    © Foto : Soheil Ghanbarzadeh
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    Geheime Berichte, Technik zur Fälschung von Dokumenten, Abhöranlagen – man könnte meinen, es handelt sich um eine Stasi-Zentrale. Doch das alles ist in der ehemaligen Botschaft der USA in Teheran zu finden. Heute befindet sich dort ein Museum. Dessen Ausstellungsstücke sind Zeugnisse des US-amerikanischen Engagements im Iran.

    Im November 1979 hatten aufgebrachte Studenten die US-Botschaft in der iranischen Hauptstadt gestürmt. Die Auslandsvertretung der Vereinigten Staaten sei zu einem „Spionagenest“ verkommen, hieß ihre Losung damals. 52 Mitarbeiter der Botschaft wurden als Geiseln genommen. Heute ist der Gebäudekomplex im Herzen Teherans vor allem eins: Ein Symbol für den Sieg über den „Großen Satan“ – die USA und ihren Geheimdienst CIA.

    • innere Räume der ehemaligen US-Botschaft in Teheran
      innere Räume der ehemaligen US-Botschaft in Teheran
      © Foto : Soheil Ghanbarzadeh
    • innere Räume der ehemaligen US-Botschaft in Teheran
      innere Räume der ehemaligen US-Botschaft in Teheran
      © Foto : Soheil Ghanbarzadeh
    • innere Räume der ehemaligen US-Botschaft in Teheran
      innere Räume der ehemaligen US-Botschaft in Teheran
      © Foto : Soheil Ghanbarzadeh
    • Ausstelung des Museums für antiamerikanische Kunst
      Ausstelung des Museums für antiamerikanische Kunst
      © Foto : Soheil Ghanbarzadeh
    • innere Räume der ehemaligen US-Botschaft in Teheran
      innere Räume der ehemaligen US-Botschaft in Teheran
      © Foto : Soheil Ghanbarzadeh
    • Innere Räume der ehemaligen US-Botschaft in Teheren
      Innere Räume der ehemaligen US-Botschaft in Teheren
      © Foto : Soheil Ghanbarzadeh
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    © Foto : Soheil Ghanbarzadeh
    innere Räume der ehemaligen US-Botschaft in Teheran

    Sputnik hat mit dem Berater des iranischen Außenministers, Hossein Sheikholeslam, über die damaligen Ereignisse gesprochen. Was die Studenten damals zu dieser Aktion angetrieben habe, sei das Bewusstsein für die Verbrechen von 1953 gewesen, erklärte der Diplomat:

    „Bei dem Putsch von 1953 gegen die Regierung Mossadegh, der von britischen und US-amerikanischen Geheimdiensten organisiert worden war, wurden viele Verbrechen gegen das iranische Volk begangen. In den fünf Jahren nach dem Putsch gab es Verhaftungen, Folter und Hinrichtungen“, so der Politikexperte. „Später kamen die Einzelheiten dieser Geheimoperation ans Licht. Und die Studenten von 1979 waren über diese Verbrechen sehr gut informiert. Sie wussten, wie die CIA den Umsturz vorbereitet hatte.“

    Nach der Islamischen Revolution 1979 musste das Volk fürchten, dass die Ereignisse von 1953 sich wiederholen. Die Vereinigten Staaten würden dann wieder ein Marionettenregime einsetzen, um mit dessen Händen die iranische Bevölkerung zu terrorisieren. „Um dies zu verhindern, wurde die US-Botschaft gestürmt. Die Protestierenden forderten von den Vereinigten Staaten die Auslieferung des Schahs von Persien, um ihm wegen des Putschs von 1953 im Iran den Prozess zu machen. Im Gegenzug hätten sie die Geiseln freigelassen“, erinnert sich Sheikholeslam.

    „Nachdem die Studenten die Botschaft eingenommen hatten, fanden sie dort unzählige Beweise für die Einmischung der Vereinigten Staaten in die inneren Angelegenheiten des Irans: Namenslisten gekaufter Politiker, Aufzählungen von Spionagezellen innerhalb des Landes, Berichte über Provokationen in der iranischen Gesellschaft und das Anwerben von Putschisten im iranischen Militär (…). Diese Dokumente sind heute im ‚Spionagenest‘ ausgestellt, damit alle sie mit eigenen Augen sehen können. Das sind mehr als 100 Bände mit Geheimakten.“

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    Geheimdienste, Botschaft, Museum, Revolution, Spionage, Iran, USA