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08:48 22 August 2019
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    Brandenburger Tor in Berlin (Archivbild)

    Anschlag in Manchester: Wird Brandenburger Tor angestrahlt? – Senatskanzlei klärt auf

    © AP Photo / DPA/Clemens Bilan
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    Die Senatskanzlei von Berlin hat am Dienstag auf eine Sputnik-Anfrage im Zusammenhang mit dem jüngsten Anschlag in Manchester auf einen Leitfaden zur „Illumination des Brandenburger Tores“ verwiesen, der als Grundlage für die Entscheidung des Regierenden Bürgermeisters dient, in welchen Fällen das Wahrzeichen der Stadt angestrahlt werden soll.

    Demnach wird das Brandenburger Tor  nicht in den britischen Farben angestrahlt, so die Senatskanzlei mit Hinweis auf das Dokument. Laut diesem sind die Kriterien für die Anstrahlung unter anderem die folgenden:

    •    Ereignis terroristischer Natur. Dies schließt Unglücksfälle und sonstige Ereignisse wie Jahrestage etc. pp. grundsätzlich aus.

    •    Das Ereignis hat in einer der Partnerstädte Berlins stattgefunden.

    •    Darüber hinaus kann die Anstrahlung auch bei einem entsprechenden Ereignis in Städten, mit denen Berlin eine besondere Verbundenheit hat, vom Regierenden Bürgermeister angeordnet werden.

    Manchester ist keine Partnerstadt Berlins. Seit November 2015 wurde das Brandenburger Tor sieben Mal in den jeweiligen Landesfarben oder mit Symbolen angestrahlt, um der Opfer von Terrorangriffen in Paris, Brüssel, Orlando, auf dem Berliner Breitscheidplatz, in Istanbul, Jerusalem und zuletzt London zu gedenken. Nach dem Anschlag in Sankt Petersburg am 3. April blieb das ebenfalls aus, was zu öffentlichen Diskussionen führte.

    Obwohl Orlando und Jerusalem ebenso keine Partnerstädte Berlins sind, hatte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD), entschieden, nach dem mutmaßlichen islamistischen Anschlag in Jerusalem im Januar das Gebäude in den israelischen Farben anzuleuchten. Nach dem Amoklauf mit 49 Todesopfern in einem bei Homosexuellen beliebten Nachtclub in Orlando im Juni 2016 wurde das Brandenburger Tor in den Farben der Regenbogenflagge angestrahlt.

    Die beiden Ausnahmen von der Partnerstadt-Regel seien „Orte, zu denen Berlin eine besondere Beziehung hat", wurde die Senatskanzlei vom Rundfunk berlin-Brandenburg (rbb) im März zitiert. „Das ist bei Jerusalem der Fall und auch bei Orlando als Regenbogenstadt", hieß es.

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    Tags:
    Brandenburger Tor, Beleuchtung, Terroranschlag, Gedenktag, Opfer, SPD, Michael Müller, Manchester, Großbritannien, Berlin, Deutschland