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    Blutende Schweineschwänze, zusammengepferchte Hühner: Um schockierende Bilder von Tierquälereien zu bekommen, übertreten Tierrechtler die Grenzen des Erlaubten. Landwirte verzweifeln. Die Angst geht um. Tieraktivisten schleichen sich in Ställe und machen heimlich Aufnahmen von Nutztieren. Das ist für sie vor allem ein Geschäft.

    Vor allem Landwirte im Agrarland Niedersachsen beklagen heimliche Filmaufnahmen. Die Bilder zeigen blutende Tiere, die sich in engen Ställen und Käfigen gegenseitig verletzt haben. Das Fernsehen zeigt die Bilder und die Empörung der Zuschauer ist groß. Den schwarzen Peter haben die Landwirte. Sie sitzen in der Tierquäler-Falle. Doch sie wehren sich, wie Jörn Ehlers, Schweinebauer aus Verden/Aller.

    „Ich lebe von meinen Schweinen – keine Frage“, sagt Ehlers, Vize-Präsident des niedersächsischen Landvolkverbandes. „Zum Teil leben aber auch die Tierrechtler davon. Die haben immer den Status, sie tun das alles nur, um die Welt zu retten“, ärgert sich der Landwirt. „Dabei ist das alles zum Geschäft geworden.“ In Verden habe es einen Fall gegeben, bei dem in einen Hof eingebrochen und gefilmt wurde. Die Bilder seien später an einen Fernsehsender verkauft worden. Das habe der Filmer gegenüber dem Veterinäramt bestätigt und später auch der Fernsehsender.

    Ein geblendetes Schwein
    © CC0
    Ein geblendetes Schwein

    „Man muss das im Hinterkopf behalten, dass solche Aufnahmen sind ein Geschäft“, erklärt Ehlers. „Einigen Organisationen geht es um Spendengelder. Je mehr Aufmerksamkeit und mehr Klicks man hat, desto mehr Unterstützung kann man dann erwarten.“

    Auch zu den Aufnahmen, die blutige und verletzte Tier zeigen und die zweifellos echt sind, nimmt der Landwirt Stellung: „Es sind nicht alles Kuscheltiere, die wir in der Landwirtschaft halten“, erklärt er. Bei den Schweinen gebe es eine Rangordnung. Und um diese herzustellen, gebe es auch Kämpfe unter den Tieren. „Das ist normal, dass die Tiere sich gegenseitig angehen. Das ist Natur.“

    Das komplette Interview finden Sie hier:

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    Tags:
    Spenden, Missbrauch, Aktivisten, Tierschutz, Deutschland