05:11 23 Januar 2018
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    Mitglieder der Zeugen Jehovas vor Gericht. Moskau, März 2017

    „Zeugen Jehovas“ kämpfen weiter gegen Tätigkeitsverbot in Russland

    © AP Photo/ Mikhail Metzel
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    Die „Zeugen Jehovas“ in Russland wollen laut dem Sprecher dieser religiösen Organisation, Jaroslaw Siwulski, den Kampf um die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit nicht aufgeben und haben zum zweiten Mal Einspruch gegen das diesbezügliche Gerichtsurteil eingelegt.

    „Wir haben Berufung gegen den Beschluss des Obersten Gerichts über das Verbot der Tätigkeit des Verwaltungszentrums der ‚Zeugen Jehovas‘ in Russland auf dem Territorium des Landes und seine Auflösung eingelegt“, so Siwulski.

    Nach Schätzung einiger Juristen könne der Beschwerdeantrag Ende Sommer geprüft werden.

    Zuvor hatte ein Moskauer Bezirksgericht die Einstellung der Tätigkeit der „Zeugen Jehovas“ als gesetzlich eingestuft.

    Das Justizministerium Russlands hatte Ende März die Tätigkeit der Organisation ausgesetzt und beim Obersten Gericht einen Antrag auf ihr Verbot eingereicht. Wie ein Sprecher des Ministeriums zur Begründung sagte, verstießen die „Zeugen Jehovas“ gegen das Gesetz „Über den Widerstand gegen Extremismus“.

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    Tags:
    Verbot, Berufung, Justizministerium Russlands, Russland