15:23 12 August 2020
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    Fatima Massoud al-Assad, die Witwe eines Cousins des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, hat in Deutschland Asyl beantragt und lebt derzeit in einem Flüchtlingsheim im Kreis Warendorf. Die Frau werde dort von ihren Landsleuten angefeindet, berichtet die Zeitung „Westfälische Nachrichten“.

    Die prominente Asylbewerberin geriet nach einer Massenschlägerei im Ausländeramt Warendorf in den Focus der Behörden. Ihre Landsleute sollen Fatima erkannt haben und auf sie losgegangen sein. Denn für viele Assad-Gegner ist sie offenbar das Symbol des syrischen Regimes.

    Dies war offenbar nicht das erste Mal, dass die Verwandte Assads attackiert wurde. Zuvor soll sie in einer Flüchtlingseinrichtung in Bad Berleburg ebenfalls erkannt und angefeindet worden sein.

    Der Asylantrag der Frau, die neben einem syrischen auch einen libanesischen Pass besitzt, ist laut dem Blatt abgelehnt worden. Dagegen habe sie geklagt. „Den Grund für den Asylantrag wissen wir nicht“, zitiert die Zeitung den Leiter des Kreisordnungsamts Warendorf, Ralf Holtstiege.

    Die Warendorfer Behörden beklagen, dass sie nicht über den familiären Hintergrund der Frau informiert wurden. „Man muss als Ausländerbehörde wissen, mit wem man es zu tun hat“, sagte Ralf Holtstiege. Die Polizei sei ebenfalls nicht informiert worden, teilte eine Sprecherin mit.

     

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    Tags:
    Verwandte, Asyl, Baschar al-Assad, Nordrhein-Westfalen, Syrien, Deutschland