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    Der wiederhergestellte Teil des Bernsteinzimmers im Jekaterininski-Palast.

    Versteckt sich das Bernsteinzimmer etwa am Thüringer Kohnstein?

    © Sputnik / Dmitry Korobeinikov
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    Seit 1945 ist das Bernsteinzimmer verschollen. Wo es sich genau befindet, bleibt bislang ein Rätsel. In der einschlägigen Literatur werden mehrere hundert Orte genannt, wo es versteckt sein soll. Ist es vielleicht gar am Kohnstein im Südharz? Wie die „Thüringer Allgemeine“ schreibt, ist zumindest ein selbsternannter Schatzsucher davon überzeugt.

    Demnach haben die Bauarbeiten mitten im Wald am Kohnstein bei Nordhausen begonnen. Nach Angaben der „Thüringer Allgemeine“ setzte der besagte Schatzsuchen lange einzig und allein auf Bohrungen, weshalb die Suche eher schleppend vorangegangen sei. Unlängst sei seine Nachforschungsgenehmigung aber um die Möglichkeit, mit einem Bagger zu graben, erweitert worden. Mitten im Wald würden nun Bäume fehlen, ein riesiges Loch in rotbrauner Erde tue sich auf.

    „Es besteht unsererseits kein Grund, die Genehmigung zu versagen“, zitiert das Blatt den Landesarchäologen Sven Ostritz. Der riesige Krater, der wohl ein Mehrfamilienhaus verschlucken könnte, sei also legal.

    Ihm zufolge gingen im Amt gingen jährlich etwa fünf Anträge auf Nachforschungen bezüglich kriegsbedingt verlagerten Kulturguts ein. Das Bernsteinzimmer sei schon „so ziemlich überall in Thüringen“ vermutet worden.

    Was die aktuellen Grabungen am Kohnstein betrifft, sollen Zeugenaussagen den Antragsteller ins Feld geführt haben. Diese bezögen sich auf große Kisten, die heimlich dorthin gebracht worden seien.

    Wie die „Neue Nordhauser Zeitung“ (NNZ) in diesem Zusammenhang schreibt, spielt sich seit 1945 in dem Gebiet eine „spannende Schatzsuche“ ab. Ein ehemaliger Häftling des früheren nahe gelegenen Konzentrationslagers Mittelbau-Dora habe einst beschrieben, wie Wehrmachtsoldaten Kisten in einem gesonderten Stollenbereich eingelagert hätten. Ob das etwa ein Hinweis ist?

    Das Bernsteinzimmer war zu Beginn des Großen Vaterländischen Krieges im Jahr 1941 aus der Sowjetunion, und zwar aus dem Jekaterinski-Palast in Zarskoje Selo in das Königsberger Schloss gebracht worden. Das weitere Schicksal des Schatzes ist unbekannt.

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    Suche, Bernstein, Schatzfund, Thüringen, Deutschland