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08:45 22 August 2019
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    Steuerhinterziehungen: Bundeskriminalamt kauft Panama Papers

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    Gesellschaft
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    Das Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden hat den Datensatz der so genannten „Panama Papers“ erworben, schreiben deutsche Medien am Dienstag.

    "Diese Daten werden gemeinsam mit der hessischen Finanzverwaltung geprüft und ausgewertet, um strafrechtlichen und steuerrechtlichen Tatbeständen nachzugehen", teilte das BKA mit.

    Die „Papers“ seien für fünf Millionen Euro von den deutschen Behörden angekauft worden. Diese sollen derzeit in den Dokumenten nach Hinweisen auf Bürger von Deutschland suchen, die möglicherweise durch Konten im Ausland Steuern hinterzogen haben. Dazu werden die Ermittler auch einen Abgleich mit den Steuerdaten der deutschen Finanzämter beantragen.

    Falls sich Anhaltspunkte für Straftaten ergeben sollten, werde die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt die Verfahren zunächst leiten. Es sei denkbar, dass es bei dem Datenerwerb nicht nur um Steuervergehen, sondern auch um Ermittlungen im Bereich der organisierten Kriminalität gehe.

    Das Internationale Konsortium Investigativer Journalisten (ICIJ) hatte am 3. April 2016 Auszüge aus 11,5 Millionen Dokumenten mit Daten über Offshore-Konten mehrerer agierender und ehemaliger Spitzenpolitiker veröffentlicht. Diese Berichte, die den Namen „Panama Papers“ erhielten, beruhen auf einem Datenleck in der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca mit Sitz in Panama-Stadt, die juristische Unterstützung bei der Registrierung von Briefkastenfirmen erweist. Wie ICIJ-Direktor Gerard Ryle sagte, hat die Kanzlei nicht die vollständige Datenbank offengelegt und beabsichtige auch nicht, dies zu tun.

     

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    Tags:
    Steuerbetrug, Geld, Geldwäsche, Panama Papers, Bundeskriminalamt (BKA), Deutschland