18:35 11 Dezember 2018
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    Junge leidet an Cholera, Hodeidah, Jemen

    Choleraepidemie in Jemen gerät außer Kontrolle: bereits mehr als 1700 Tote

    © REUTERS / Abduljabbar Zeyad/File Photo
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    Die Zahl der Cholera-Verdachtsfälle im Jemen ist laut dem Roten Kreuz auf mehr als 300.000 gestiegen. Mehr als 1700 Menschen seien bereits an der Krankheit gestorben.

    "Die Choleraepidemie breitet sich weiter auf unkontrollierte Weise aus", erklärte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) via Twitter.

    In den Krankenhäusern wird auch auf den Fluren und in den Treppenhäusern jeder verfügbare Platz genutzt, um Cholerapatienten zu behandeln.

    Cholera ist eine hochansteckende, durch Bakterien übertragene Krankheit, die durch verschmutztes Wasser oder Nahrungsmittel übertragen wird. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte im Oktober 2016 von den ersten Cholera-Fällen in der jemenitischen Stadt al-Mukalla berichtet. Im Mai wurde in der Hauptstadt Sanaa der Notstand ausgerufen.

    Im Jemen kämpfen schiitische Huthi-Rebellen seit Anfang 2015 gegen die Truppen des Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi. Seit März 2015 fliegt eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition Luftangriffe gegen mutmaßliche Stellungen der Rebellen. Durch den Konflikt gab es bisher rund 8000 Tote und 45.000 Verletzte.

    Wegen des Konflikts ist das Gesundheitssystem im Jemen teilweise zusammengebrochen. Mehr als die Hälfte der medizinischen Einrichtungen ist geschlossen. So kann sich die eigentlich leicht behandelbare Cholera rasch ausbreiten.

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    Tags:
    Cholera, Weltgesundheitsorganisation (WHO), Jemen