18:33 30 November 2020
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    G20-Gipfel in Hamburg (123)
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    Die Hamburger Staatsanwaltschaft bestätigt die Festnahme von mehreren russischen Staatsangehörigen, die an den Krawallen in Hamburg beteiligt gewesen sein sollen.

    Dies bestätigte ein Sprecher der Institution gegenüber der Staatsagentur RIA Novosti. Insgesamt seien sechs russische Staatsangehörige festgenommen worden, von denen zwei in Untersuchungshaft geblieben sind.

    "Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen zum G20-Gipfel wurden zwei russische Staatsbürger verhaftet. Es handelt sich um einen 20-jährigen Mann aus Moskau und um einen 30-jährigen Mann aus Moskau", teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage von Sputniknews mit.  Dem jüngeren werde "versuchte gefährliche Körperverletzung", dem 30-Jährigen eine gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Beide hätten Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geleistet haben und die Beamten mit Glasflaschen beworfen. Ihnen drohe nun eine Haftsrafe von sechs Monaten bis zu 10 Jahren.

    Insgesamt sei vom Amtsgericht die Untersuchungshaft in 51 Fällen angeordnet worden. „Neben zahlreichen Deutschen befinden sich auch Staatsbürger aus Frankreich, Italien, Spanien, Russland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich in Haft“, heißt es in einer Presseerklärung der Staatsanwaltschaft.

    Zuvor hatte die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, es seien bei einem SEK-Einsatz 13 Tatverdächtige festgenommen worden, darunter vier Russen und neun Deutsche, die bei den Hamburger Krawallen Gegenstände von einem Dach geworfen und einen Molotowcoctail gezündet hätten. Nach SZ-Angaben sollen nun jedoch alle wieder auf freiem Fuß sein, weil die Polizei zu spät die Haft beantragt hätte und die Höchstfrist abgelaufen sei..

    Laut dem Pressesprecher des Generalkonsulats der Russischen Föderation in Hamburg, habe die Polizei bislang keinen Kontakt mit der russischen diplomatische Vertretung aufgenommen.

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