20:21 06 Juni 2020
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    Im Jahr 2025 gibt es eine Million mehr Schüler in Deutschland als bisher erwartet, schätzt die Bertelsmann-Stiftung ein. Dafür braucht das Land Zehntausende zusätzliche Lehrer und mehr Klassenräume.

    Voraussichtlich 8,3 Millionen Kinder und Jugendliche werden demnach in acht Jahren zur Schule gehen, und damit eine Million mehr, als die Kultusministerkonferenz (KMK) im Jahr 2013 für 2025 prognostiziert habe.

    „Mit diesem Schülerboom hat kaum jemand gerechnet“, erklärte Stiftungsvorstand Jörg Dräger.

    Die KMK sei damals von sinkenden Schülerzahlen ausgegangen, aber diese Zeiten seien vorbei. Es würde wieder mehr Kinder geboren, zudem wanderten mehr junge Menschen ein. Jetzt bestehe enormer Handlungsdruck, viele Bundesländer müssten komplett umdenken.

    Deutschland braucht nach Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung Zehntausende zusätzliche Lehrer, rund 24.000 allein für die Grundschulen. An weiterführenden Schulen würden 2030 sogar 27.000 mehr Lehrer gebraucht.

    Daneben würden auch mehr Klassenräume und damit neue Schulgebäude benötigt. Im Jahr 2025 seien fast 2.400 neue Grundschulen nötig, wenn die Schulgrößen gleich bleiben sollen, prognostiziert die Stiftung. Die weiterführenden Schulen trifft es später. Bis 2030 würden die jährlichen Bildungsausgaben bundesweit um 4,7 Milliarden Euro steigen, vermuten die Autoren der Studie.

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    Tags:
    Lehrer, Schüler, Schule, Bertelsmann Stiftung, Deutschland