16:51 21 November 2019
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    Auschwitz (Archivfoto)

    Österreich: Holocaust-Leugner und Muslime-Hasser zu bedingter Haft verurteilt

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    Das Schwurgericht im österreichischen Feldkirch hat einen 36-Jährigen wegen Holocaust-Leugnung zu einem Jahr bedingter Haft und einer Geldstrafe verurteilt, wie lokale Medien berichten.

    Der gelernte Tischler hatte auf Facebook unter anderem den Holocaust geleugnet und Muslime als „Gesindel“ bezeichnet und muss jetzt mit 1440 Euro dafür büßen. Er schrieb, dass „Adolf Hitler keine Juden vergasen lassen habe“ und dass Juden diese Geschichte selbst ausgedacht hätten.

    Auch aus seiner Abscheu gegen Fremde machte er kein Hehl. So schrieb er etwa ebenfalls auf Facebook: „Europe ist not a zoo. Monkeys go home! (Dt.: „Europa ist kein Zoo. Affen geht nach Hause“): Dazu postete er ein durchgestrichenes muslimisches Symbol und eine durchgestrichene dunkelhäutige Person.

    Die acht Geschworenen befanden den 36-Jährigen am Montag bezüglich des Verletzung des Verbotsgesetzes einstimmig für schuldig, beim Anklagepunkt Verhetzung hielten zwei der acht den Angeklagten für nicht schuldig. Auf das Urteil wirkten sich das Geständnis und die bisherige Unbescholtenheit mildernd aus, erschwerend hingegen der lange Tatzeitraum sowie die Tatwiederholung.

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    Tags:
    Holocaust, Fremdenhass, Nationalsozialismus (Nazismus), Österreich