09:13 21 November 2017
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    „Von Schmugglern über Bord geworfen“: 55 Migranten vor jemenitischer Küste ertrunken

    © AFP 2017/ Gabriel Bouys
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    Mindestens 55 Migranten aus Somalia und Äthiopien, die von Schmugglern befördert wurden, sind auf offener See vor der jemenitischen Küste ertrunken, berichtet Reuters unter Berufung auf die Internationale Migrationsorganisation (IOM).

    „Wir haben fünf Leichen gesehen und können bestätigen, dass fünf Menschen gestorben sind. 50 weitere können nach dem Vorfall bisher nicht gefunden werden. Vermutlich sind also 55 Menschen ums Leben gekommen“, so die offizielle IOM-Sprecherin, Olivia Headon.

    Insgesamt waren ihr zufolge ungefähr 180 Migranten in diesem Gebiet auf offener See, ein Teil von ihnen konnte sich retten.

    Ein ähnlicher Vorfall hatte sich laut der Agentur vor wenigen Tagen in dieser Region ereignet. Dabei hatten Schmuggler 120 Menschen über Bord geworfen, als sie an der Küste Personen bemerkten, die wie Beamte aussahen. Die meisten, die in die offene See geraten waren, ertranken, so Headon.

    So etwas passiere, weil die Schmuggler wissen, dass sie das Gesetz brechen und deswegen unter Beschuss genommen werden könnten. Damit es keine Beweise für ihre Schuld gebe, werden die Passagiere auf der Stelle beseitigt.

    Einwohner aus dem nordöstlichen Afrika emigrieren laut Headon massenhaft in den Jemen, um von dort in die Länder des Persischen Golfes zu kommen. Nach Angaben der Internationalen Migrationsorganisation (IOM) sind 2016 ungefähr 55.000 Flüchtlinge auf dem Seeweg aus Nordost-Afrika in den Jemen gelangt.

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    Tags:
    Migranten, Internationale Migrationsorganisation (IOM), Äthiopien, Somalia, Jemen
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