14:49 18 August 2017
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    Anhängerin der EU-Integration der Ukraine

    „EU-Lebensstandards bleiben unerreichbar“: Kiew gesteht Verarmung der Ukrainer

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    Gesellschaft
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    Bei den seit dreieinhalb Jahren laufenden Reformen sind die Ukrainer wesentlich ärmer und rechtloser geworden und müssen jetzt ums Überleben kämpfen, meint der Vorsitzende der ukrainischen gesellschaftlichen Bewegung „Ukrainische Wahl – das Recht des Volkes“, Viktor Medwedtschuk.

    „Eines der populärsten Themen in den Medien ist jetzt, dass die Ukrainer in den letzten drei Jahren weniger essen“, schrieb der Politiker auf Facebook.

    Medwedtschuk berief sich auf die Angaben des Statistikkomitees der Ukraine, laut denen seine Landleute 7,2 Prozent weniger Fleisch, 33,3 Prozent weniger Fisch sowie 19,5 Prozent weniger Obst, Beeren und Nüsse konsumieren.

    „Die berüchtigten europäischen Lebensstandards, genauso wie eine vollberechtigte EU-Mitgliedschaft, bleiben selbst in der fernsten Perspektive unerreichbar“, so Medwedtschuk.

    Zuvor hatte der ukrainische Sozialminister Andrij Rewa geäußert, dass die Ukrainer mehr als die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens für Lebensmittel ausgeben, weil sie angeblich beim Essen nicht sparen wollen. Dennoch zeigt eine Studie des Finanzportals Vexcash, dass die Ukrainer nicht die Hälfte, sondern 38,1 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben. In Deutschland liegt der Anteil bei rund zehn Prozent.

    Nach Angaben der Regierung in Kiew betrug das durchschnittliche Bruttogehalt in der Ukraine in den ersten vier Monaten dieses Jahres 6.500 Hrywna (215 Euro) im Monat.

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    Viktor Medwedtschuk, Ukraine
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