14:38 18 August 2017
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    Kinderbuch rassistische Aufgabe?

    Frankreich: Künstlerin wirft einem Kinderbuch Rassismus vor

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    Die französische Comic-Zeichnerin Corinne Rey hat in einem Kinderbuch rassistische und sexistische Elemente ausgemacht. In einer Aufgabe aus dem Buch sollten Kinder Prinzen und Prinzessinnen nach Haar- und Hautfarbe verbinden, berichtet die Huffingtonpost. Zur großen Empörung der Zeichnerin konnten zudem Mädchen nur mit Jungen verbunden werden.

    Rey, die für das Satirejournal Charlie Hebdo arbeitet, hat auf ihrem Twitter-Account die Autoren dieses Kinderbuches scharf kritisiert. Die Aufgabe, die Prinzen mit den Prinzessinnen zu verbinden und dabei nach „ähnlichen Merkmalen“ vorzugehen, sei erstens rassistisch, weil man nach Hautfarben entscheiden müsse und zweitens sexistisch, weil Mädchen nur mit Jungen verbunden werden dürfen.

    Dies sei nach Meinung der Französin voller Vorurteile und Stereotypen. Außerdem werde so Kindern von Anfang an „falsche“ Erziehung gewährt.

    Viele User stimmten ihr zu und kommentierten ebenfalls, man dürfe einem Kind solch ein Buch auf keinen Fall in die Hände geben.

    Andere Kommentare zeigen sich verblüfft von dieser „Überreaktion“.

    „Hört auf, überall Rassismus zu sehen“, schreibt ein User.

    Der Verlag reagierte gelassen und antwortete, man solle keinen Rassismus in diese kleine Aufgabe hineininterpretieren. Man wolle den Kindern einfach nur Unterhaltung bieten.

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    Tags:
    Rassismus, Kinder, Charlie Hebdo, Frankreich
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