18:18 17 Dezember 2018
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    George R. R. Martin

    Autor von „Game of Thrones“ erzählt, warum er seine Hauptfiguren tötet

    © AFP 2018 / Stringer
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    Der US-Schriftsteller und Autor der beliebten Fantasy-Romane „Game of Thrones“, George R.R. Martin, hat bei einer Pressekonferenz in St. Petersburg erzählt, warum er die Hauptfiguren seiner Bücher gnadenlos töten lässt.

    „Wenn ein Protagonist sich in einer Gefahr befindet, möchte ich, dass der Leser Angst hat, dass er angespannt und erregt ist“, sagte Martin gegenüber Journalisten. „Ich glaube, die einzige Möglichkeit, dies zu tun, ist jemanden wichtigen unerwartet zu töten. Dann weiß er (der Leser – Anm. d. Red.), dass das ein Buch ist, in dem alles Mögliche passieren kann, und wenn es gefährlich wird, eine Figur auch sterben kann.“

    Aus diesem Grund habe er beispielsweise Eddard Stark, eine der Hauptfiguren von „Game of Thrones“, am Ende des ersten Bandes umbringen lassen. 

    Als Teenager habe er Bücher gelesen, deren Handlungen aus seiner Sicht zu berechenbar waren: „Du fängst an, das erste Kapitel zu lesen, und weißt schon, was dann kommt. Da ist der Protagonist, da der Bösewicht. Der Protagonist befindet sich eine Zeitlang in Gefahr, aber am Ende gewinnt er.“

    Es bestehe also keine wirkliche Gefahr für die Hauptfigur. „Ich lese solche Bücher nicht gern. Mir gefallen Bücher, die mich überraschen, schockieren, die mich in eine unerwartete Richtung führen, meine Gefühle erregen und mich in Atem halten“

    Die komplexe Handlung von „Game of Thrones“ ist in einer fiktiven Welt angesiedelt und spielt auf den Kontinenten Westeros und Essos. Sie umfasst zahlreiche Figuren und thematisiert unter anderem Politik und Machtkämpfe, Gesellschaftsverhältnisse, Kriege und Religion. Die Fernsehserie „Game of Thrones“, die auf der Romanreihe von Martin basiert, ist eine der erfolgreichsten in der Geschichte. Zurzeit läuft im Fernsehen die siebte Staffel.

     

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    Tags:
    Game of Thrones, George Martin, St. Petersburg, USA