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16:21 22 Oktober 2019
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    Neonazis und ihre Gegner demonstrieren in Berlin – VIDEOs & FOTOs

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    Hunderte Neonazis marschieren am Samstag im Berliner Bezirk Spandau zum 30. Jahrestag des Todes von Rudolf Hess. Gegen diesen Aufmarsch haben einige Hundert Menschen aus linken Gruppen einen Protestzug gestartet. Dutzende Linksextremisten blockierten die Strecke mit Sitzblockaden.

    Rund 500 Neonazis versammelten sich in der Nähe des Bahnhofs in Berlin-Spandau. Der Neonazi-Marsch setzte sich nach Angaben von Zeugen am späten Samstagmittag in Bewegung. Er soll am Ort des Gefängnisses vorbeiführen, in dem sich Heß am 17. August 1987 im Alter von 93 Jahren erhängt hatte. Unter anderem fordern die Demonstranten die Herausgabe der Ermittlungsakten zu den Todesumständen des Hitler-Stellvertreters.

    Nach Polizeiangaben wurden die Rechtsextremisten in Zelten „intensiv vorkontrolliert“. Rund 1000 Polizisten waren im Einsatz, um Zwischenfälle zu verhindern, wie ein Sprecher mitteilte.

    Nach kurzer Zeit wurde der Zug der Rechten von linken Demonstranten gestoppt. Parteien wie SPD, Grüne und Linke, Gewerkschaften und Bündnisse gegen Rechts unterstützten die Gegenproteste – neben dem Demonstrationszug waren auch verschiedene Kundgebungen geplant.

    ​Der Versammlungsleiter des Aufzugs vom Bhf. #Spandau hat sich aus aktuellem Anlass entschieden, die Demo-Route zu ändern. #b1908

    ​Einige Gegendemonstranten, die mit Sitzblockaden die Strecke blockierten, seien von der Polizei weggetragen worden – der Neonazi-Zug kam dennoch kaum voran, berichtet der „Berliner Kurier“.

    ​Größere Zwischenfälle oder Festnahmen gab es nach Angaben eines Polizeisprechers vor Ort bis zum frühen Nachmittag nicht. Rund 1000 Polizisten waren im Einsatz.

    In der Wilhelmstraße in Spandau stand das ehemalige Kriegsverbrechergefängnis der Alliierten, in dem Heß gefangen war. Am 17. August 1987 tötete er sich im Alter von 93 Jahren selbst. Das Gefängnis wurde danach abgerissen. Rund um den 17. August gab es immer wieder Aufmärsche von Neonazis. Zum Teil wurden sie verboten.

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