06:27 22 November 2017
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    Ein Junge in Jemen (Archivbild)

    Tausende Zivilisten getötet: Uno macht saudische Koalition verantwortlich

    © AP Photo/ Hani Mohammed
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    Mehr als 5000 Zivilisten sind in den beiden Jahren des militärischen Konfliktes im Jemen getötet worden, die meisten von ihnen als Folge der Luftangriffe der internationalen Koalition unter Leitung von Saudi-Arabien, wie der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Zeid Ra'ad al Hussein, in der 36. Tagung des UN-Menschenrechtsrates in Genf mitteilte.

    „Nach Angaben vom 30. August hat mein Büro den Tod von etwa 5144 Zivilisten und mehr als 8749 Verletzten seit Beginn des Konfliktes bestätigt. Die wirklichen Zahlen können viel höher sein. Die Luftangriffe von Seiten der Koalition sind weiterhin die Hauptursache für den Tod von Zivilisten, einschließlich Kinder“, sagte al Hussein.

    Der UN-Hochkommissar fügte hinzu, die Cholera-Epidemie, die im April dieses Jahres begonnen habe, sei eine „unmittelbare Folge der unverhältnismäßigen Angriffe der Konfliktparteien auf medizinische Einrichtungen und andere geschützte Objekte sowie eine Auswirkung der Belagerungen, Blockaden und Bewegungsbeschränkungen“.

    Al Hussein hat den UN-Menschenrechtsrat erneut aufgerufen, einen internationalen unabhängigen Mechanismus zur Untersuchung der Verbrechen gegen die Menschenrechte im Jemen zu schaffen. Er erklärte, dass 62 internationale und jemenitische Nichtregierungsorganisationen (NRO) ihm ein gemeinsames Schreiben geschickt haben, in welchem die sofortige Durchführung solcher Untersuchungen gefordert werde.

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    Tags:
    Tagung, Rechte, Tausende, Cholera, Verbrechen, Zivilisten, Luftangriffe, Tote, UN-Menschenrechtsrat, Zeid al-Hussein, Genf, Jemen
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