22:59 23 November 2017
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    Tod (Symbolbild)

    Horrorfund in Schottland: Massengrab mit über 400 Baby- und Kinderüberresten

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    Gesellschaft
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    Im Zuge von Ermittlungen rund um Kindesmissbrauch ist neben dem katholischen Waisenhaus Smyllum Park in der schottischen Kleinstadt Lanark ein Massengrab mit über 400 Leichnamen von Kindern gefunden worden. Das hat die britische Zeitung „Sunday Post“ vor zwei Tagen berichtet.

    Die sterblichen Überreste würden zu Kindern unterschiedlichen Alters gehören, die in den Jahren zwischen 1870 und 1980 gestorben seien. Zwar seien die meisten Kinder wohl an natürlichen Ursachen und Krankheiten gestorben, doch hätte der katholische Orden, zu dem die Nonnen des Heims gehören würden, zuvor nur 120 Todesfälle angegeben. Außerdem würde die Sterberate in manchen Zeitspannen etwa um das Dreifache die entsprechende Rate in Schottland zu der Zeit überschreiten.

    Zudem würde es Berichte von ehemaligen Bewohnern geben, wonach die Kinder körperlich missbraucht und gedemütigt worden seien. So berichtet Waisenkind Eddie McColl über seinen Bruder, der 1961 im Alter von 13 Jahren starb. Auf dem Totenschein sei Hirnschlag als Todesursache angegeben worden. McColl habe aber von Augenzeugen gehört, dass sein Bruder mit einem Golfschläger am Kopf getroffen worden sei.

    Die Polizei setze ihre Ermittlungen fort, die Leichen werden exhumiert und untersucht.

    Im März war berichtet worden, dass die Behörden in Irland ein bislang unbekanntes Massengrab mit Kinderskeletten auf dem Territorium eines ehemaligen katholischen Heimes entdeckt hätten. Spezialisten hätten die Gebeine von 800 Kleinkindern im Alter von acht Monaten bis zu drei Jahren gefunden, welche in 20 verschiedenen Gräbern bestattet wurden, so die Zeitung. Den vorläufigen Angaben nach sollen die Kinder an Krankheiten und permanenter Unterernährung gestorben sein.

     

    Tags:
    Baby, Kinder, Massengrab, Schottland