00:08 21 November 2017
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    Flüchtlinge aus dem Nahen Osten reisen mit einem Taxi (Archivbild)

    Zu Fuß und mit Taxi nach Sachsen: 40 illegal eingeschleuste Iraker aufgegriffen

    © AFP 2017/ Ozan Kose
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    40 mutmaßlich eingeschleuste Iraker hat die Bundespolizei im sächsischen Bad Muskau am Mittwochmorgen in Gewahrsam genommen. Nach Aussagen einiger der Migranten sind sie in der Nacht mit einem Lkw von der Türkei aus in die polnische Grenzstadt Leknica gebracht worden. Von dort aus sind sie laut Polizeiangaben zu Fuß über die Grenze gekommen.

    Wie die Bundespolizei in Ludwigsdorf mitteilte, überschritten die Migranten die deutsche Grenze zu Fuß. Ihre Schleuser hätten sich bereits in Polen mit dem Laster abgesetzt.

    Die Geflüchteten hätten einen Taxifahrer gebeten, sie nach Berlin oder Frankfurt/Oder zu bringen. Der Mann habe schließlich die Polizei benachrichtigt, so die zuständige Polizeiinspektion in Ludwigsdorf:

    „Später sind an verschiedenen Orten in Bad Muskau mehrere einzelne Gruppen festgestellt und anschließend zur Dienststelle nach Ludwigsdorf mitgenommen worden. Um auszuschließen, dass einzelne Personen umherirren, hat ein Hubschrauber der Bundespolizei ca. 45 Minuten lang die unmittelbare Umgebung überflogen und das Gelände abgesucht.“

    Zur genauen Feststellung ihrer Identität nahm die Polizei laut ihrem Pressesprecher unter anderem Fingerabdrücke:

    „Unter den Personen befinden sich Frauen, Männer als auch Kinder. Derzeit deutet einiges darauf hin, dass es sich um eine Großfamilie handelt. Gegenwärtig wird die Identität der irakischen Staatsangehörigen festgestellt.“

    Eine Vernehmung der Flüchtlinge soll nun Aufschluss über ihre genaue Reiseroute erbringen. Gleichzeitig erhofft sich die Polizei, Informationen über die Hintermänner der Schleusung zu erhalten. Über das weitere Schicksal sowie einen möglichen Antrag der Iraker auf Asyl ist aktuell noch nichts bekannt.

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    Tags:
    Festnahme, Taxi, Flüchtlinge, Asylbewerber, Sachsen, Deutschland
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