15:54 26 Februar 2020
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    Die Scheidung einer Ehe durch ein Scharia-Gericht in Syrien ist nach Einschätzung des zuständigen Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof (EuGH) nicht rechtskräftig, wie deutsche Medien am Freitag berichten.

    Das religiöse Scheidungsrecht in Syrien diskriminiere Frauen und sei deshalb in der EU nicht anzuwenden, so Generalanwalt Henrik Saugmandsgaard Øe vor dem Europäischen Gerichtshof.

    Medienberichten zufolge handelt es sich in diesem konkreten Fall um ein Paar aus Syrien, das die deutsche Staatsangehörigkeit besitze und in Deutschland lebe. Die beiden hatten demnach im Jahre 1999 im syrischen Homs geheiratet. 2013 habe sich aber der Mann vor dem geistlichen Gericht in Syrien mit einer einseitigen Erklärung scheiden lassen.

    In Deutschland habe der Syrer dann die Anerkennung dieser Entscheidung beantragt. Das Oberlandesgericht München habe den Fall dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt. Das Urteil solle in einigen Wochen erwartet werden. Wie deutsche Medien darauf hinweisen, folgt das Gericht häufig den Schlussanträgen des Generalanwalts.

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    Tags:
    Scharia-Gesetz, Scheidung, Ehe, EU, Deutschland, Syrien