06:49 25 November 2017
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    DHL-Wagen

    DHL-Wagen auf Radweg geparkt: Beschwerde geht nach hinten los

    © AFP 2017/ Loic Venance
    Gesellschaft
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    Ein Fahrradfahrer in Hannover hat sich auf Facebook über ein auf einem Radweg geparktes DHL-Auto ausgelassen und auf die Gefahren für die Sicherheit der Drahtesel-Besitzer aufmerksam gemacht. Die massenweisen negativen Reaktionen auf den Beitrag hat er wohl nicht erwartet, berichtete das „Hamburger Abendblatt“.

    Wie der Mann unlängst auf Facebook geschrieben haben soll, war er aufgrund des geparkten Postautos gezwungen, auf die Straße auszuweichen. Zwar habe er den DHL-Mitarbeiter darauf angesprochen, doch dieser habe rund 25 Meter weiter erneut den Radweg zugeparkt – „wenn auch dieses Mal so, dass man wenigstens vorbeikommt“, zitierte das Blatt aus dem Beitrag. Der Radfahrer habe sich erneut an den Zusteller gewendet, woraufhin jener an die Decke gegangen sei.

    In seiner Beschwerde soll der Mann von DHL gefordert haben, seine Fahrer zu sensibilisieren. „Sie gefährden damit Radfahrer“, habe er weiter gewarnt. Außerdem wäre wenige Meter weiter ein Parkplatz gewesen.

    Wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtete, hat der Beitrag in dem sozialen Netzwerk über 13.000 Kommentare gesammelt und eine heiße Debatte ausgelöst. Mit den überwiegend negativen Reaktionen hätte der Mann wohl aber nicht gerechnet: Viele Nutzer sollen nämlich eher Verständnis für den Paketzulieferer gezeigt haben. „Der Mann arbeitet und schleppt neun bis zehn Stunden Pakete hoch und runter! Wie würdest du das denn machen?“, fragte einer beispielsweise.

    Andere sollen darauf hingewiesen haben, dass sich Radfahrer auch nicht immer an die Verkehrsregeln hielten. „In der Zeit, in der du den arbeitenden Mann da belehrt hast, wärst du mit Sicherheit schon über drei rote Ampeln gefahren“, hieß es in einem weiteren Kommentar.

    Laut der Zeitungen gingen die negativen Reaktionen auf den Facebook-Post so weit, dass sich der Mann gezwungen gesehen habe, ihn zu entfernen. Gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“ habe er behauptet, viele Nachrichten, darunter auch Drohungen, erhalten zu haben. Ein anderer Nutzer hatte den Text sowie das beigefügte Foto jedoch kopiert und erneut in dem sozialen Netzwerk veröffentlicht.

    Wie das Blatt abschließend schrieb, ist das Verhalten des DHL-Fahrers tatsächlich nicht erlaubt. Zwar darf er kurzzeitig in der zweiten Reihe oder im Halteverbot parken, den Geh- oder Radweg betrifft das jedoch nicht.

    Tags:
    Fahrrad, Gefahr, Radfahren, Beschwerde, Sicherheit, DHL, Niedersachsen, Hannover, Deutschland
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