06:04 17 Oktober 2017
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    Autorennen (Symbolbild)

    Illegale Autorennen in Deutschland: Härtere Strafen für Teilnehmer

    © REUTERS/ Ina Fassbender
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    Nach einer Reihe von Todesfällen bei illegalen Autorennen sind die Strafen in Deutschland für die Teilnahme an illegalen Autorennen deutlich verschärft worden, berichten deutsche Medien.

    Der Bundesrat billigte demnach am Freitag ein vom Bundestag im Juni beschlossenes Gesetz. Jetzt werden Straßenrennen nicht mehr als Ordnungswidrigkeit, sondern als Straftat gewertet. Veranstalter und an den Rennen beteiligte Fahrer werden dem Gesetz gemäß mit Geldstrafen oder mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren belegt. Kommen Menschen ums Leben oder werden sie schwer verletzt, drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis.

    Zudem wird es möglich, die Autos der Beteiligten zu beschlagnahmen und ihnen den Führerschein wegzunehmen. Bisher wurden die Teilnehmer illegaler Straßenrennen mit einem Bußgeld in Höhe von 400 Euro und einem einmonatigen Fahrverbot belegt, Veranstaltern drohte ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro.

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    Die Neufassung des Gesetzes zielt auch auf Raser ab, die nicht gegen andere Fahrer in einem illegalen Rennen antreten. Bestraft werden kann künftig auch, wer am Steuer „mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob, verkehrswidrig und rücksichtslos“ unterwegs ist, „um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen“.

    „Die Auswirkungen von illegalen Straßenrennen sind katastrophal – auch für völlig Unbeteiligte. Ich halte diese Raserevents für ein Hobby von Verrückten – das ist russisches Roulette auf deutschen Straßen, “ erklärte Bundesjustizminister Heiko Maas.

    Die Verschärfung des Gesetzes ist eine Reaktion auf eine Reihe von Unfällen mit Todesopfern und Schwerverletzten bei illegalen Straßenrennen. So waren zum Beispiel in Berlin Anfang 2017 zwei Fahrer verurteilt worden. Die Angeklagten hatten sich auf dem Berliner Kurfürstendamm ein Rennen mit einer Geschwindigkeit von über 150 Stundenkilometern geliefert und rote Ampeln überfahren. Sie kollidierten mit einem unbeteiligten Jeep, dessen Fahrer bei der Kollision starb.

    Unlängst wurde in Mönchengladbach ein 38-jähriger Fußgänger überfahren und tödlich verletzt.

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    Tags:
    Autorennen, Auto, Bundestag, Bundesrat, Heiko Maas, Berlin, Deutschland