10:33 24 November 2017
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    Wladimir Putin bei den 19. Weltfestspielen der Jugend und Studenten in Sotchi, 21. Oktober, 2017

    Putin warnt vor Technologie, „schlimmer als eine Atombombe“

    © Sputnik/ Grigori Sisoew
    Gesellschaft
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    Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin könnte die Gentechnik in Zukunft Atomwaffen in den Schatten stellen. Diese Besorgnis äußerte er in seiner Abschlussrede bei den 19. Weltfestspielen der Jugend und Studenten in Sotchi am Samstag.

    Ausschnitt aus dem Sci-Fi-Film Terminator
    © Sputnik/ Sony Pictures Releasing CIS
    Gentechnische Technologien würden ein großes Potenzial für die Pharmakologie sowie Techniken, die den Menschen von bislang unheilbaren genetischen Krankheiten befreien könnten, haben, betonte Putin.

    Gleichzeitig warnte er jedoch vor Gefahren, die bei Eingriffen in das menschliche Erbgut entstehen könnten: „Der Mensch hat sich zu dem von der Natur, oder wie religiöse Menschen das sagen würden —  von Gott geschaffenen — genetischen Code Zugang verschafft. Und das bedeutet wiederum, dass man einen Menschen mit vorprogrammierten Eigenschaften schaffen könnte – nicht unbedingt einen genialen Mathematiker, sondern auch einen Soldaten, der ohne Angst und Erbarmen, ohne Bedauern und Schmerz in den Krieg ziehen könnte.“

    In dieser Hinsicht sollte man bedenken, so Putin, dass die Menschheit bald in eine schwere Etappe ihrer Existenz eintreten könnte.

    „Das könnte furchtbarer als eine Atombombe werden. Egal womit wir uns befassen – wir sollten uns immer daran erinnern, dass es ethisch-moralische Grundpfeiler gibt. Alles, was wir tun, muss dem Menschen dienen – ihn festigen, statt ihn zu zerstören“, fügte er hinzu.

     

    Tags:
    Gentechnik, Gen, Wladimir Putin, Russland
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