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    Muslimische Frauen (Archivbild)

    Frankreich: Eltern wollen ihr Baby „Jihad“ nennen und müssen vor Gericht

    © AFP 2019 / ADRIAN DENNIS
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    Ein Ehepaar aus der französischen Gemeinde Léguevin im Westen von Toulouse muss sich für eine seltsame Namensgebung für ihr Kind vor Gericht verantworten, berichtet der Sender BFM TV.

    Das Baby sei Anfang August geboren worden, wobei die Eltern ihrem Sohn den Vornamen “Jihad” (“Dschihad”) geben wollten. Die Gemeinde habe darüber die Staatsanwaltschaft informiert, wonach das Elternpaar sich nun vor Gericht erklären muss.

    In Frankreich seien beliebige Namen erlaubt, dies jedoch nur so weit, wie diese Vornamen “im Interesse des Kindes” ausgesucht werden.

    Das arabische  Wort „Jihad“ wird heute meist im Sinne von „heiliger Krieg“ benutzt, steht aber auch für die Wörter „Anstrengung”, „Kampf” oder „Widerstand”.

    Vor fünf Jahren sorgte ein ähnlicher Fall für Aufsehen: Ein drei Jahre alter Junge aus Avignon, der Jihad hieß,  kam in einem T-Shirt in den Kindergarten, auf dem vorne  „Ich bin eine Bombe “ und auf dem Rücken „Jihad, geboren am 11. September“ stand. Die Mutter des Kindes wurde zu einem Monat Haft auf Bewährung verurteilt.

     

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    Tags:
    Islam, Dschihad, Frankreich