14:27 21 August 2018
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    Flüchtlingscamp (Symbolbild)

    Verdacht auf Zuhälterei in Asylheim: „Sex mit männlichen Flüchtlingen sehr gefragt“

    © REUTERS / Fabian Bimmer
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    Mitarbeiter von Berliner Sicherheitsfirmen sollen laut Recherchen des ZDF-Magazins „Frontal 21“ Flüchtlinge, auch minderjährige, zur Prostitution überredet haben.

    Ein Sicherheitsbeauftragter, verantwortlich für mehrere Unterkünfte, berichtete demzufolge, dass es ein Zuhälter-Netzwerk in Berliner Flüchtlingsheimen gebe. Oft sei es so, dass Sicherheitsmänner den Erstkontakt für die Prostitution aufgebaut haben. Sex mit männlichen Flüchtlingen sei besonders gefragt, so der Beauftragte.

    Ein Mitarbeiter habe dem Magazin Zuhälterei bestätigt. Er bekomme für jede Vermittlung 20 Euro. Dem Bericht zufolge bestätigten auch mehrere Flüchtlinge die Aussagen. Ein 20-jähriger Afghane, dessen Asylantrag abgelehnt wurde, sagte demnach, ein Security-Mann habe ihn gefragt, ob er Geschäfte machen wolle.

    „Der Sicherheitsmann erklärte mir, für Sex mit einer Frau kriegst du 30 Euro, vielleicht auch 40 Euro.“

    Der Afghane habe gesagt, er müsse Geld verdienen, um zu überleben.

    „Ich schäme mich für das, was ich tue.“

    Mehr zum Thema: „Ist das die versprochene Fachkraft?“ – Netz über Flüchtlingsprostitution in Berlin

    Afghanische Migranten - Archivfoto
    © AFP 2018 / Robert ATANASOVSKI / AFP
    Wegen der Vermutung organisierter Prostitution in der Notunterkunft für Geflüchtete im früheren Rathaus Wilmersdorf sollen Schulungen für die Mitarbeiter vorgesehen werden.

    „Es ist beabsichtigt, diese Schulung allen Betreibern von Unterkünften des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten anzubieten.“

    Die Berliner Sozial- und Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) sagte dem Sender, bisher hätten Berliner Behörden „keine konkreten Hinweise“ auf solche Fälle gehabt. Sie forderte, dass Polizei und Staatsanwaltschaft den Hinweisen nachgingen.

    „Wenn es um Zwangsprostitution geht, da werde ich immer dagegen vorgehen“, kündigte die Senatorin an.

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    Tags:
    Migranten, Deutschland
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