09:19 15 November 2019
SNA Radio
    Ukrainische Armee

    Ukraine versucht, Kampfverluste zu vertuschen – Volkswehr der Volksrepublik Donezk

    © AP Photo / Efrem Lukatsky
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    1215112
    Abonnieren

    Die tatsächlichen Kampfverluste der ukrainischen Armee können deutlich höher liegen als von Kiew angegeben. Laut dem stellvertretenden Befehlshaber der selbsternannten Volksrepublik Donezk Eduard Bassurin vertuscht die ukrainische Regierung die Kampfverluste der Armee durch die Registrierung der Toten als Nicht-Kampfverluste.

    Damit reagiert der Vizechef der Volkswehr auf die Stellungnahme des ukrainischen Militärstaatsanwalts Anatolij Matios, der dem Sender ZIK am Samstag die Zahlen für die Nicht-Kampfverluste der ukrainischen Armee mitgeteilt hatte.

    Laut Matios hat die ukrainische Armee seit dem Jahr 2014 mehr als 10.000 Kämpfer durch nicht-militärische Handlungen verloren – vor allem durch fahrlässigen Umgang mit Waffen, schlechte sanitäre Zustände sowie Kriminalität unter den Soldaten.

    Auch der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak stimmte diesen Meldungen zu und erklärte, die ukrainischen Streitkräfte hätten gewaltige Verluste durch Krankheiten, Missachtung von Sicherheitsbestimmungen sowie übermäßigen Alkoholkonsum unter den Soldaten.

    Bassurin hebt jedoch hervor, dass Kiew bewusst die Zahlen für die Verluste durch nicht-militärische Handlungen übertreiben könnte, um die Zahl der Toten durch die eigentliche Militäroperation im Osten des Landes zu vertuschen.

    „Es ist nicht ausgeschlossen, dass zu den erklärten 10.000 Nicht-Kampfverlusten durchaus Kampfverluste aus den Jahren des sinnlosen Krieges hinzugerechnet wurden, um die Entschädigungen für die Familien der Gefallenen zu umgehen sowie um die Kommandeure der Verantwortung zu entziehen“, erklärte der Vize-Chef der Volkswehr am Sonntag gegenüber Journalisten.

    Diejenigen, die „Glück“ gehabt haben, würden demnach als Kampfverluste registriert werden, was deren Angehörigen zumindest ein Anrecht auf finanzielle Entschädigung geben würde. Andere Gefallene dagegen, die in die Liste der Nicht-Kampfverluste aufgenommen worden seien, würden einfach in Särgen oder Rollstühlen nach Hause geschickt, ohne dass die Familien jegliches Recht auf Zahlungen vom Staat hätten, so Bassurin weiter.

    Ebenfalls merkte der Volkswehr-Befehlshaber an, die von Matios angeführten Zahlen würden schon eher der Wahrheit über die Verluste der ukrainischen Armee entsprechen als die vom offiziellen Kiew verbreiteten Statistiken.

    Die Behörden der Ukraine hatten im April 2014 eine Militäroperation gegen die beiden selbstausgerufenen Volksrepubliken Lugansk und Donezk gestartet, die nach dem Staatsstreich in der Ukraine vom Februar 2014 ihre Unabhängigkeit erklärt hatten.

    Nach UN-Angaben sind in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Zahlen beruhen allerdings auf den offiziellen Statistiken und sind demnach als deutlich höher anzunehmen.

    Die Regelung der Situation im Donbass ist Verhandlungsgegenstand der Kontaktgruppe in Minsk, die bereits mehrere Dokumente verabschiedet hat, in denen Schritte zur Deeskalation des Konflikts aufgezeigt sind.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Ukraine: Nationalisten-Bataillon will „Separatisten“ in Katalonien bekämpfen
    Ukraine friert und bleibt auf russische Energielieferungen angewiesen
    Nato dementiert Berichte über Ungarns Veto gegen Allianz-Gipfel mit Ukraine - Medien
    Russische Offiziere in Ukraine unter Granatenbeschuss
    73 Jahre seit Befreiung von Nazi-Eindringlingen: Staatsduma gratuliert der Ukraine
    OMV-Chef: „Wir tauschen ein Transitland Ukraine gegen Deutschland aus“
    Tags:
    Nicht-Kampf-Verluste, Verluste, Ukrainische Armee, Eduard Bassurin, Donbass, Ukraine