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    Der einbalsamierte Leichnam Wladimir Lenins im Mausoleum auf dem Roten Platz in MoskauRamsan Kadyrow, Oberhaupt der russischen Teilrepublik Tschetschenien

    „Genug die Leiche angeguckt“ – Tschetschenien-Chef fordert Lenin-Beerdigung

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    Das Oberhaupt der russischen Teilrepublik Tschetschenien, Ramsan Kadyrow (41), hat am Donnerstag aufgerufen, den einbalsamierten Leichnam des sowjetischen Revolutionsführers Wladimir Lenin, der seit 1924 in einem Mausoleum auf dem Roten Platz in Moskau aufbewahrt wird, zu beerdigen.

    „Genug die Lenin-Leiche angeguckt“, schrieb Kadyrow anlässlich des 100. Jahrestags der Russischen Revolution auf seinem Telegram-Kanal. „Der Revolutionsführer gehört seit Langem beerdigt“, forderte der kaukasische Politiker. „Das wäre vernünftig und menschlich.“

    Die Meinungen der Russen über die Zukunft der Mumie sowie über die Rolle des Begründers der Sowjetunion sind geteilt. In einer Umfrage von 2014 hatten sich mehr als 60 Prozent der Befragten für Lenins Bestattung ausgesprochen. Dabei schätzten rund 42 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass der Revolutionsführer Russland eher Nutzen gebracht habe.

    KP-Chef: Putin hat über Schicksal Lenins schon entschieden >>

    Präsident Wladimir Putin hat vor einigen Jahren Lenin eine destruktive Rolle in der Geschichte des Landes bescheinigt, dabei die letzte Ruhestätte des Begründers der Sowjetunion auf dem Roten Platz mit einem christlichen Kloster verglichen, in dem Gebeine von Heiligen aufbewahrt werden.

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