17:49 26 November 2020
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    Der bekannte Theologe Abdullah bin Suleyman al-Manea, Mitglied des Höchsten Theologenrates von Saudi-Arabien, hat Zeitungsangaben zufolge eine Fatwa herausgegeben, die es den Muslimen erlaubt, sowohl in schiitischen als auch in sufistischen Moscheen, aber auch in Kirchen und Synagogen zu beten.

    Wie die saudische Zeitung „Arab Times“ schreibt, hat Al-Manea darauf verwiesen, dass der Islam eine Religion der Toleranz und der Barmherzigkeit sei und Gewalt, Intoleranz und Terrorismus ablehne.

    Nach Auffassung des Theologen müssen die Muslime den echten Islam verbreiten und die Traditionen des Propheten pflegen, der gegenüber den Menschen anderer religiöser Ansichten Toleranz geübt habe. Alles Seiende gehöre Gott, betont Al-Manea.

    Der Islam sei eine Religion der Koexistenz: Die Muslime dürften zwar nicht über die Grundprinzipien ihrer Glaubenslehre uneinig sein, könnten aber verschiedenen religiösen Strömungen angehören, so der Theologe.

    Ihm zufolge hat sich der Islam in vielen Ländern verbreitet, beispielsweise in Indonesien oder Malaysia, weil muslimische Kaufleute durch ihre guten Manieren die Attraktivität des Islam anschaulich gemacht hätten.

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    Tags:
    Toleranz, Islam, Saudi-Arabien