14:39 22 September 2020
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    Ab dem kommenden Jahr werden Transsexuelle in Russland leichter ihre Angaben zum Personenstand in ihrem Personalausweis und Reisepass ändern können.

    Ab dem ersten Januar wollen die russischen Gesetzgeber dafür, wie das seit längerem auch in Deutschland der Fall ist, gesetzlich verankerte Gespräche mit Gutachtern einführen. Im Unterschied zu den deutschen Regeln wird aber für eine Namens- und Geschlechtsänderung im Pass kein richterlicher Beschluss mehr benötigt: Die Person wird von einem Psychologen, Psychiater und Sexologen begutachtet, die ihr schließlich ein ärztliches Attest aushändigen. Mit dieser Bescheinigung kann man sich dann direkt an die Personenstandsbehörde wenden.

    Dieses Verfahren soll Zeit und Geld ersparen:  Derzeit gibt es dafür kein geregeltes Dokument, sodass die  Personenstandsbehörde solche Anträge nicht akzeptiert und die Menschen schließlich vor Gericht ziehen müssen.

    „Ich denke, dass diese Regelung einen sehr kleinen Teil der Russen betreffen wird, solche Anträge werden eher selten sein. Doch wir müssen dennoch eine Möglichkeit finden, unseren Bürgern ihre verfassungsmäßigen Rechte zu gewährleisten, auch wenn das nur einen geringen Teil von ihnen betrifft", sagte Walerij Rjasanskij, Vorsitzender des Ausschusses für Sozialpolitik des russischen Föderationsrates, zu Sputniknews.

    Die Begutachtung durch drei Spezialisten werde beweisen können, dass die jeweilige Person den „objektiven Bedarf“ einer Änderung des Geschlechts im Pass habe.

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    Tags:
    Pass, Transsexualität, Russland