03:50 06 August 2020
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    Eine nordkoreanische Ex-Soldatin, die nach Südkorea geflohen war, hat dem britischen Sender BBC über die entsetzlichen Bedingungen erzählt, unter denen Nordkoreanerinnen den Militärdienst ableisten müssen.

    Die 41-Jährige Lee So Yeon berichtete von katastrophalen hygienischen Zuständen in den Kasernen. Dass Frauen nicht richtig duschen könnten, sei eines der härtesten Dinge gewesen.

    „Es hat überhaupt kein warmes Wasser gegeben. Man hat einfach einen Schlauch von einem Bergbach verlegt und dadurch Wasser geleitet. Durch den Schlauch sind auch Frösche und Schlangen gekommen“, so die ehemalige Militärangehörige in einem Gespräch mit dem Sender.

    Wegen des harten Militärtrainings und der Unterernährung sei die Menstruation bei vielen Mädchen ausgeblieben. Außerdem sei sexueller Missbrauch eine übliche Sache gewesen.

    Mehr zum Thema: „Es sieht schlecht aus“: General zu US-Aussichten in einem Krieg gegen Nordkorea

    „Der Kommandeur blieb nach dem Dienst bei der Einheit und vergewaltigte ihm unterstellte Soldatinnen. Das passierte immer und immer wieder und nahm kein Ende“, sagte Lee So Yeon.

    Sie trat 1992 freiwillig in die Armee ein, aber vor zwei Jahren wurde in Nordkorea der allgemeine Wehrdienst für Frauen eingeführt. Seitdem müssen Frauen mindestens sieben Jahre in der Armee dienen, Männer sogar zehn Jahre – in keinem anderen Land der Welt dauert die Wehrpflicht so lange.

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    Tags:
    Militär, Armee, Frauen, BBC, Nordkorea