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    Polizei in Brüssel (Archiv)

    Brüssel: Maskierte plündern Luxusboutiquen – Hundert Festnahmen

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    Die Brüsseler Polizei hat nach den nächtlichen Ausschreitungen rund 100 Personen festgenommen, die an Krawallen in der Innenstadt beteiligt waren. Die gewaltbereiten Demonstranten haben zahlreiche Läden und teure Boutiquen im Geschäftsviertel der Stadt verwüstet.

    Im Moment soll die Situation laut dem Bürgermeister der Stadt, Philippe Close, wieder unter Korntrolle sein.

    „Die Situation ist unter Kontrolle. Die Polizei bleibt wachsam“, schrieb Close in seinem Twitter.

    ​Bei der nächtlichen Randale in Brüssel haben sich nach offiziellen Angaben „Provokateure“ unter die friedlichen Demonstranten gemischt und die Situation zur Eskalation gebracht. Nach dem Ende der Demonstration, die sich eigentlich gegen Sklavenmärkte in Libyen richtete, sollen sich die gewaltbereiten maskierten Männer in das Geschäftsviertel der Stadt begeben und großen Sachschaden angerichtet haben.

    Sie haben mit Steinen Vitrinen eingeschlagen und anschließend teure Boutiquen geplündert.

    „Als Folge der Unruhen, die zeitgleich mit der Demonstration stattfanden, wurden Festnahmen vorgenommen und die Polizeipräsenz gestärkt", erklärte die Polizei.

    Ebenfalls heißt es, dass die Festgenommenen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren sind.

    Der belgische Innenminister Jan Jambon hat unterdessen mitgeteilt, dass die Behörden "Null Toleranz" gegenüber gegenüber gewaltbereiten Personen zeigen werden.

    ​Zuvor wurde bereits berichtet, dass es bei der nicht sanktionierten Protestaktion gegen illegale Sklavenmärkte in Libyen auf den Champs-Élysées in Paris zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen sei. Die Polizei habe Tränengas einsetzen müssen.

    Der Auslöser der Proteste war eine veröffentlichte Untersuchung des US-Senders BBC über illegalen Sklavenhandel in Libyen, der nach dem Sturz des Staatschefs Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 entstanden sein soll.

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    Tags:
    Randale, Demonstranten, Festnahmen, Sklaverei, Brüssel, Libyen