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    Deutsche wollen nicht mehr zum Bund

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    Die Bundeswehr leidet zunehmend unter Rekrutenmangel – immer weniger junge Männer und Frauen wollen zur Armee gehen. Der Pressedienst des Bundesverteidigungsministeriums hat nun die Gründe für die sinkenden Zahlen an Bewerbern für den freiwilligen Wehrdienst mitgeteilt, berichtet die Nachrichtenagentur dpa.

    Das Bundesministerium für Verteidigung muss zunehmend sinkende Zahlen an Anwärtern für den Militärdienst in den eigenen Reihen feststellen. Dieser Trend setzt sich bereits seit Jahren fort – der Auslöser war vor allem die Abschaffung der Wehrpflicht und der Übergang zu einer reinen Vertragsarmee basierend auf freiwilligem Wehrdienst.

    Laut der Stellungnahme des Verteidigungsministeriums, die von der Nachrichtenagentur dpa am Samstag veröffentlicht wurde, betrug der Rückgang der Bewerberzahlen allein in diesem Jahr mehr als 15 Prozent.

    Innerhalb der ersten acht Monate dieses Jahres haben demnach nur rund 10.000 junge Männer und Frauen den Vertrag für den Wehrdienst unterschrieben.

    Die Verteidigungsbehörde nannte unterdessen zwei Hauptgründe für den akuten Rekrutenmangel.

    Zum einen liege es an der schwierigen demographischen Lage – es gebe nun mal einfach zu wenig junge Leute, die sich bei der Bundeswehr bewerben könnten.

    Zum anderen seien es die hohen Abbruchsquoten. 25 Prozent der Soldaten verlassen die Armee bereits während der Probezeit.

    Nichtsdestotrotz sieht die Behörde unter der Leitung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen durchaus auch positive Anzeichen. Beispielsweise sei der Anteil der Bewerber für eine Laufbahn als Zeitsoldat weiterhin ziemlich hoch.

    So hätten im Jahr 2017 bislang 33.400 Militärangehörige ihre Verträge vom freiwilligen Wehrdienst zum Vertrag als Zeitsoldat verlängern wollen. Dies seien immerhin drei Prozent mehr als noch im letzten Jahr.

    „Dies bestätigt, dass die Bundeswehr ein attraktiver Arbeitgeber ist", sagte in diesem Zusammenhang eine Sprecherin des Ministeriums.

    Die Wehrpflicht in Deutschland war im Jahr 2011 unter dem damaligen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ausgesetzt worden. Die letzten Kreiswehrersatzämter schlossen zum 30. November 2012, an deren Stellen traten sogenannte Karrierecenter der Bundeswehr.

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    Armee-Rekruten, Wehrpflicht, Bundesverteidigungsministerium, Bundeswehr, Karl Theodor zu Guttenberg, Ursula von der Leyen, Deutschland