04:05 18 November 2019
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    Screenshot aus dem Video

    Nackte spielen Fangen in KZ-Gaskammer – Jüdische Gemeinschaft empört

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    Gesellschaft
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    Nachdem im Internet ein Video aufgetaucht ist, in dem Nackte in einer Gaskammer des ehemaligen KZ Stutthof Fangen spielen, hat sich eine Reihe von jüdischen Organisationen mit einer Anfrage an den polnischen Präsidenten Andrzej Duda gewandt.

    Die „Kunstaktion“ habe sich bereits 2015 ereignet und sei im Rahmen der Ausstellung „Polen – Israel – Deutschland. Die Auschwitz-Erfahrung“ im Museum der modernen Kunst in Krakau präsentiert worden, berichtet „The Times of Israel“. Erst jetzt sei es jedoch gelungen, den Ort des Drehs zu ermitteln.

    In dem Video laufen Nackte, die Holocaust-Opfer darstellen sollen, einander in den Gaskammern hinterher. Dabei handle es sich tatsächlich um die Räumlichkeiten des ehemaligen Konzentrationslagers Stutthof unweit der gleichnamigen Stadt (Sztutowo) in Polen.

    Am Mittwoch hätten sich nun mehrere jüdische Organisationen, darunter das Simon Wiesenthal Zentrum und die Gemeinschaft Holocaustüberlebender mit einem Appell an den polnischen Präsidenten Andrzej Duda gewandt.

    Man wolle wissen, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass die Künstler so etwas drehen konnten, und ob sie tatsächlich eine Genehmigung dafür erhalten hätten. Das Museum in Krakau habe das Objekt nur zeitweise aus der Ausstellung gestrichen, wenige Zeit später sei es aber wieder aufgetaucht, da es nach Meinung der Aussteller unter die künstlerische Freiheit falle.

    „Es ist das Ekelhafteste, was ich seit Langem gesehen habe“, hatte Efraim Zuroff, der Chef-Nazi-Jäger des Wiesenthal Zentrums, bereits vor zwei Jahren über die Ausstellung gesagt. „Sie haben gelogen. Es ist empörend und eine absolute Beleidung der Opfer und von jedem, der nur ein Hauch Moral und Integrität besitzt.“

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