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06:33 19 Juli 2019
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    Slums (Symbolbild)

    Globale Ungleichheit wächst ins Geld

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    Gesellschaft
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    Das weltweit höchste Niveau der Einkommensungleichheit im Jahr 2016 ist im Nahen Osten registriert worden, wo 61 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf zehn Prozent der reichsten Bürger entfallen. Das geht aus einem Bericht des Instituts World Inequality Lab hervor, wie die Zeitung "Kommersant" in ihrer Onlineausgabe schreibt.

    In den zurückliegenden 20 Jahren hat die soziale Ungleichheit deutlich zugenommen, wobei das diesbezügliche Wachstumstempo von Land zu Land sehr unterschiedlich gewesen sei, so der Bericht. Demnach besitzt das oberste Dezil in Europa 37 Prozent des BIP. In China sind es 41 Prozent, in Russland 46 Prozent, in den USA und Kanada 47 Prozent, in Subsahara-Afrika, Brasilien und Indien sind es rund 55 Prozent.

    Nach dem Jahr 1980 hat der Abstand zwischen Arm und Reich in Nordamerika, China, Indien und Russland am schnellsten und in Europa nur moderat zugenommen.

    Laut dem aktuellen Bericht (World Wealth Report) der Consulting-Agentur Capgemini hat es im Jahr 2016 in Russland die weltweit größte Zahl von Menschen gegeben, die jeweils eine Million US-Dollar frei investieren konnten. Die Hauptursache dafür liege darin, dass die Rohstoffpreise sich erholt hätten und die Börsenindexe emporgeschnellt seien, so Capgemini.

    Das russische Statistikamt Rosstat hat zwar eine Einkommensverschiebung zugunsten des Aktienkaufs verzeichnet, jedoch keinen Wandel in der Differenzierung der Einkünfte festgestellt.

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    Tags:
    Ungleichheit, Bericht, Rosstat-Statistikamt, Nahost, Europa, Russland