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00:14 23 Oktober 2019
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    Menschen, China (Symbol)

    China: Verkündung von Todesurteilen im Stadion, Zuseher aus sozialen Netzwerken

    © AP Photo / Andy Wong
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    Wegen Drogendelikten, Mord und Raub wurden im chinesischen Lufeng zehn Menschen zum Tode verurteilt. Die Urteile wurden in einem Stadion vor den Augen vieler Stadtbürger verkündet, wie die britische Zeitung „The Guardian“ berichtet.

    Sieben Angeklagte wurden wegen Drogendelikten, die anderen wegen Raub und Mord verurteilt. Rund 1000 Bürger der chinesischen Großstadt waren im Stadion bei der Urteilsverkündung versammelt. Unter ihnen sollen auch Schüller gewesen sein, wie die Zeitung schreibt.

    Vier Tage vorher waren die Stadtbewohner über soziale Netzwerke zur Urteilsverkündung eingeladen worden. Gleich nach der Verlesung des Urteils wurden die Verurteilten weggebracht und hingerichtet.

    Die öffentliche Verkündung von Todesurteilen sei in China eine Seltenheit, betont die britische Zeitung. Dabei würden auf chinesischem Boden mehr Menschen hingerichtet als in allen restlichen Ländern der Welt zusammen. Laut dem Blatt zeigen Berechnungen von Menschenrechtsorganisationen, dass 2016 insgesamt 2000 Hinrichtungen stattgefunden haben.

    Erst vor fünf Monaten seien in Lufeng Todesstrafen öffentlich verhängt worden – ebenfalls wegen Drogendelikten. 2014 hat der Drogenhandel in der chinesischen Großstadt rapide zugenommen. Die Polizei hat dem Zeitungsbericht zufolge drei Tonnen Crystal Meth beschlagnahmt. Laut offiziellen Angaben wird ein Drittel des gesamten chinesischen Crystal Meth in Lufeng hergestellt.

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    Tags:
    Stadion, soziale Netze, Drogen, Todesstrafe, China