18:14 25 April 2018
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    Oskar Gröning im April 2015

    Auschwitz-Buchhalter scheitert mit Gnadengesuch

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    Mit seinem Gnadengesuch ist der SS-Buchhalter Oskar Gröning (96), der im sogenannten Auschwitz-Prozess 2015 verurteilt wurde, gescheitert. Das hat der Norddeutsche Rundfunk am Mittwoch gemeldet.

    Der Anwalt des Ex-SS-Mannes gab laut dem Sender keine Informationen dazu, wie er im Fall Gröning weiter vorgehen will. Generell gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder sich an die Justizministerin von Niedersachsen, Barbara Havliza, zu wenden oder bei einem veränderten Gesundheitszustand ein neues Gnadengesuch zu stellen.

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    Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hannover, Wiebke Bethke, bezeichnete das Gesuch Grönings als „nicht justiziables Verfahren“. Der 96-Jährige soll nun zügig die Haft antreten.

    Das Landgericht Lüneburg hatte Gröning 2015 wegen Beihilfe zum Mord in 300.000 Fällen zu vier Jahren Haft verurteilt. Er hatte zugegeben, im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz Geld aus dem Gepäck der Verschleppten gezählt und weitergeleitet zu haben. Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil im September 2016.

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    Tags:
    KZ, Nazi-Verbrechen, Ausschwitz, Nazi-Deutschland, Nazis, Mord, Haftstrafe, Haft, Vernichtung, Juden, Ermordung, Konzentrationslager, Nationalsozialismus (Nazismus), Zweiter Weltkrieg, Justizministerium, Staatsanwaltschaft, Bundesgerichtshof, SS, Oskar Gröning, Niedersachsen, Hannover, Deutschland
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