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08:36 19 Juli 2019
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    Kriegsdenkmal „Mutter Heimat“ in Wolgograd (Archivbild)

    „Mutter Heimat“ in Wolgograd: Ein Kriegsdenkmal von der Größe der Helden

    © Sputnik / Kirill Braga
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    200 Tage lang hielt Stalingrad dem Ansturm deutscher Truppen stand. Hier haben russische Soldaten am 2. Februar 1943 die 6. Armee von Feldmarschall Paulus vernichtend geschlagen. An diese Heldentat erinnert heute die monumentale „Mutter Heimat“, aufgestellt auf einer Gedenkstätte zu Ehren der Gefallenen. berichtet.

    Schon vor dem Ende der Schlacht um Stalingrad war klar: In diesem Kampf ist nicht nur die Stadt an der Wolga befreit worden – dieser Kampf hat die Wende gebracht im Krieg Hitler-Deutschlands gegen die Sowjetunion, berichtet das Portal „Zvezda“. Seit dem 2. Februar 1943 drängten russische Soldaten die deutschen Invasoren unaufhaltsam zurück in den Westen, bis nach Berlin.

    Ohne den Heldenmut und die Verdienste jener Soldaten kleinzureden, die zu Kriegsbeginn Moskau verteidigt hatten, später die deutsche Panzerarmada bei Kursk in die Flucht schlugen und letztlich die Hauptstadt des Hitler-Reichs erstürmten: In Stalingrad wurde klar, dass die Wehrmacht geschlagen und die Sowjettruppen siegen werden.

    Diesen Sieg über den Faschismus symbolisiert die Statue „Mutter Heimat ruft“ auf dem Mamajew-Hügel im Norden von Wolgograd, dem damaligen Stalingrad. Erschaffen vom russischen Bildhauer Jewgeni Wutetitsch (Autor des „Sowjetsoldaten“ im Treptower Park) ist sie das größte dem Großen Vaterländischen Krieg gewidmete Denkmal.

    Und diese Größe ist, wie das Portal schreibt, jenem Preis absolut angemessen, den das russische Volk für die Zerschlagung der Wehrmacht und die Befreiung seiner Heimat von den Angreifern bezahlt hat. Allein auf dem Mamajew-Hügel in Wolgograd sind 34.000 russische Soldaten beigesetzt, die ihr Leben in der Schlacht von Stalingrad gelassen haben.

    „Es gib viele Kriegsdenkmäler in Russland“, sagt der Wolgograder Historiker und Museumsdirektor Alexej Wassin. „Aber die ‚Mutter Heimat‘ ist zweifelsohne das zentrale Mahnmal unseres Landes.“ 1959 sei damit begonnen worden, die Statue zu errichten, 1967 sei sie vollendet worden – „zu dem Zeitpunkt die höchste Skulptur der Welt“, erzählt der Historiker laut dem Portal.

    Aus nahezu jedem Winkel der Wolga-Metropole ist die erhabene Statue dieser Frau mit erhobenem Schwert zu sehen – als würde sie ihre Söhne in den Kampf gegen die Invasoren rufen: ein Symbol für Russlands Freiheit, Unabhängigkeit und Souveränität. Und auch ein Sinnbild für die Worte Alexander Newskis, jenes Fürsten, der im 13. Jahrhundert die Kreuzritter aus russischen Landen vertrieben hatte: „Wer mit einem Schwert zu uns kommt, der wird durch das Schwert umkommen“.

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    It`s Stalingrad, stupid
    Tags:
    Schlacht, Gedenken, Denkmal, Geschichte, Der Zweite Weltkrieg, Rote Armee, Wehrmacht, Drittes Reich, Sowjetunion, Wolgograd, Stalingrad, UdSSR, Russland