17:52 26 April 2019
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    Alice Weidel bei Wahlkampf-Auftritt in Pforzheim, Deutschland (Archivbild)

    „Grundwerte statt billiger Staatspropaganda“: Weidel fordert KiKa-Schwarzblende

    © REUTERS / Kai Pfaffenbach
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    Die Co-Vorsitzende der Fraktion der Alternative für Deutschland (AfD) im Bundestag Alice Weidel hat auf Facebook gefordert, den Kinderkanal KiKa einzustellen. Dieser sorgte vor kurzem in Deutschland mit einer Reihe umstrittener Sendungen für Skandale.

    In ihrem Beitrag erwähnte Weidel unter anderem die Dokumentation „Malvina, Diaa und die Liebe“ über die Beziehungen eines 16-jährigen deutschen Mädchens und eines 19-jährigen Syrers sowie ein skandalöses Video mit dem Titel „BH öffnen“, das Teenagern mit vermeintlichem Migrationshintergrund zeigt, wie man Mädchen an die Wäsche geht.

    „Während im ersten Fall der Eindruck entsteht, es sei völlig normal, über Jahrzehnte erstrittene Freiheiten nun ad hoc einem rückständigen Weltbild zu opfern, vermittelt KIKA jetzt die Erkenntnis, dass es völlig in Ordnung ist, sich von denen an den Brüsten herumfummeln zu lassen, die noch nicht so lange hier leben“, so Wiedel.

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    Die AfD-Frontfrau bezeichnet diese Inhalte als „Absurdität“ und ruft auf, den KiKa-Kanal „auf dem heimischen TV-Gerät besser mit einem Jugendschutz“ zu sichern.

    „Dieser Kinderkanal <…> gehört zum Schutze unserer Kinder umgehend vom Netz genommen und vor einem Weiterbetrieb so restrukturiert, dass gesellschaftliche Grundwerte statt billiger Staatspropaganda vermittelt werden“, schrieb sie.

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    Es ist nicht zum ersten Mal, dass der Sender in Deutschland für eine Debatte gesorgt hat. Frauenrechtler kritisierten das Video „BH öffnen“, weil es die Jungen schon im Kindesalter dazu ermutige, Mädchen buchstäblich an die Wäsche zu gehen. Gleichzeitig signalisiere es Mädchen schon im Kindesalter, dass Jungs das machen dürften.

    Auf die Kritik erklärte KiKa, dass in dem Format „Themen aus der Lebenswelt der sogenannten Preteens behandelt“ würden. Aufgrund des „Schutzes der minderjährigen Protagonisten“ löschte der öffentlich-rechtliche Kinderkanal den Beitrag auf seiner Webseite.

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    Früher hatte der Sender das Spiel „Brüste! Brüste! Brüste!“ auf seiner Webseite veröffentlicht und seinen Zuschauern vorgeschlagen, die passenden Brustpaare aus verdeckten Bildern zu finden. Damit habe KiKa seine jungen Zuschauer über die verschiedenen Brustformen informieren wollen.

    Das Spiel löste in Medien und unter Experten eine heftige Diskussion darüber aus, ob es passend ist, Kindern solche Inhalte anzubieten.

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