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    Muslimische Frauen (Symbolbild)

    Trotz Bigamie-Verbots: Syrer darf Zweitfrau nach Deutschland holen – Medien

    © AFP 2018 / John D Mchugh
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    Ein Flüchtling aus Syrien, der seit 2015 mit seinen vier Kindern und seiner Frau in Deutschland lebt, darf nun auch seine Zweitfrau nachholen, schreibt „Bild“ am Freitag unter Berufung auf die Kreisverwaltung mit Sitz in Elmshorn, Bundesland Schleswig-Holstein.

    „Dies ist aber keine pauschale Regelung, sondern immer eine sorgfältige Einzelfallprüfung“, sagte der Sprecher des Kreises Pinneberg, Oliver Carstens, dem Blatt.

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    Die Entscheidung habe man zugunsten der Antragssteller aus Syrien gefällt, damit das Wohl der Kinder nicht beeinträchtigt werde. Die vier Kinder, die der Mann mit seiner Zweitfrau habe und die bereits in Deutschland seien, sollen hier nun nicht ohne ihre leibliche Mutter aufwachsen.

    „Kein Mensch wird bestreiten wollen, dass gerade Kinder in der Fremde ihre Mutter brauchen“, so der Sprecher.

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    Das ist bereits der zweite offiziell anerkannte Fall einer Doppelehe unter syrischen Flüchtlingen im Kreis Pinneberg, bestätigte die Kreisverwaltung in Elmshorn auf Anfrage des „Hamburger Abendblattes“. Dabei ist Bigamie (Ehe mit mehreren Partnern) in Deutschland nicht erlaubt.

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    Kinder, Mann, Frau, Migrationsstroeme, Migrationspolitik, Migrationshintergrund, Flüchtlinge, Migranten, Asylpolitik, Asylantrag, Asylbewerber, Asyl, Einwanderer, Muslime, Deutschland
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