14:58 04 April 2020
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    Die Einwohner von Kiew sind darüber empört, dass die Polizei einen Triebtäter, der mithilfe von Aktivisten festgenommen worden war, wieder auf freien Fuß gesetzt hat. Darüber berichtet das ukrainische Portal Vesti.

    „Die Fahnder hatten mithilfe von einheimischen Bürgern den Mann gefunden, verhört und ein prophylaktisches Gespräch mit ihm geführt. Der Tatverdächtige hat seine Schuld nicht eingestanden“, zitiert Vesti die Mitteilung der Polizei.

    Die Untersuchung soll fortgesetzt werden. Der mutmaßliche Täter könne jedoch „aufgrund des fehlenden Tatbestandes“ und einer geringen Beweisbasis nur wegen Rowdytum zur Verantwortung gezogen werden, heißt es.

    Bei der Polizei waren zehn Anzeigen wegen Vergewaltigungsversuchen erstattet worden. Einheimische wollen den Täter „bei der Hand“ ins Polizeirevier gebracht haben. Doch die Polizisten haben die Festnahme des mutmaßlichen Täters sich selbst zugeschrieben.

    „Wir haben das getan, was zur Pflicht der Polizei gehört! Es waren mindestens 35 Männer, die ein Video und ein Foto von dem Mann gemacht, seine Adresse ermittelt und ihn bei der Hand in die Polizei gebracht hatten. Und sie (die Polizisten) haben ihn einfach freigelassen!“, schreibt einer der empörten Aktivisten auf Facebook.

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    Tags:
    Aktivisten, Polizei, Facebook, Ukraine