13:30 26 April 2018
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    Verbrechen (Symbolbild)

    „Taschendiebe an Hautfarbe erkennen“: Cartoon der Polizei löst Rassismus-Debatte aus

    © REUTERS / Siegfried Modola
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    Die Bundespolizei Nord hat Reisende mit einem Cartoon auf Twitter vor Taschendieben gewarnt. Ein Bild provozierte eine Rassismus-Debatte, berichten deutsche Medien.

    Auf dem widersprüchlichen Bild ist zu sehen, wie einem hellhäutigen Fahrgast die Geldbörse von einer Person mit dunklem Teint aus der Sakkotasche gestohlen wird. Die Darstellung erntete von einigen Nutzern heftige Kritik. Der Polizei wurde vorgeworfen, mit einer stereotypen Täter-Opfer-Darstellung Ressentiments gegenüber bestimmten Ethnien zu befördern, schreibt der „Stern“ am Donnerstag.

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    ​„Weshalb hat der Täter eine andere Hautfarbe? Sie brauchen sich wirklich nicht über mangelnden Respekt gegenüber Polizei und dem Rassismusvorwurf wundern“, schrieb der Benutzer Saga auf Twitter.

    ​„Das ist Rassismus und einer Bundespolizei unwürdig“, meint Thomas Müller, ein anderer Nutzer.

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    ​Die Bundespolizei reagierte auf die Kritik und entschuldigte sich später für den Cartoon. „Es tut uns leid, dass das Bild falsch rüber kam. Wir wollten keine rassistischen Vorurteile schüren. Uns ging es einzig und allein um den präventiven Hinweis.“

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    Tags:
    Farbige, Dunkelhäutige, Kriminelle, Kriminalpolizei, Kriminalität, Flüchtlingsproblem, Flüchtlingskrise, Flüchtlingskriminalität, Flüchtlinge, Flüchtling, Asylpolitik, Asyl, Migrationspolitik, Migrationskrise, Migrationshintergrund, Migranten, Verbrecher, Verbrechen, Bundespolizei, Deutschland
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