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05:00 18 August 2019
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    ein Schaf in Berlin (Symbolbild)

    Berliner Streichelzoo: Zwei Rumänen mit Messer und Ziegen-Bein geschnappt

    © AFP 2019 / EMMANUELE CONTINI / DPA
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    Erst drei Wochen nach der Entführung und Schlachtung eines Schafes aus dem Tierpark Hasenheide hat den Berliner Streichelzoo eine neue Tragödie heimgesucht. Dort wurde eine trächtige Ziege getötet, schreibt am Montag die „Berliner Morgenpost“.

    Zwei 29-jährige Rumänen wurden demzufolge am späten Sonntagabend festgenommen, als sie das Gelände des Tierparkes über den Zaun verließen. Einer der Männer trug ein Messer mit Blutspuren bei sich. Unweit vom Zoo fand die Polizei einen Rucksack mit einem Tier-Bein und blutverschmierten Handschuhen.

    Die Polizisten fanden dann im Tierpark eine tote Angoraziege, die wegen der lockig-weißen Wolle einem Schaf ähnelt. Ersten Erkenntnissen zufolge schnitten die Täter dem Tier die Kehle durch und trennten ein Bein ab.

    Das am Sonntag getötete Tier, eine seltene Angoraziege, war trächtig, gleich wie das im Januar geschlachtete Schaf. „In drei Wochen hätte die Angoraziege Lilly drei Lämmer werfen sollen“, sagte Ursula Laumann, Sprecherin der Union Sozialer Einrichtungen (USE), die den Tierpark seit 2012 betreibt. „Wir hatten gehofft, damit zur Sicherung der seltenen Rasse beizutragen.“ Ob die jetzt Festgenommenen auch das früher gestohlene Schaf töteten, ist noch unklar, so die Zeitung. Im Raum steht der Verdacht des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz sowie des Diebstahls.

    Im Berliner Stadtteil Neukölln hatten Unbekannte Ende Januar zwei Schafe über einen Zaun geworfen und eines der Tiere geschlachtet. Die Pfleger fanden das zweite Schaf am nächsten Tag mit einem verletzten Bein und orientierungslos im Park. Die Tat hatte für Empörung gesorgt, Bürger wollen für neue Schafe spenden.

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    Tags:
    Schaf, Streichelzoo, Tatverdächtige, Polizei, Berlin, Deutschland