10:47 22 Oktober 2018
SNA Radio
    Wladimir Ruban, Chef des Zentrums für die Befreiung von Gefangenen - Offiziercorps, bei einem Gefangenenaustausch

    „Er wollte Staatschef und Minister töten“: Donbass-Unterhändler in Ukraine verhaftet

    © RIA Novosti . Ilya Pitalew
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    41073

    Der Leiter des ukrainischen Zentrums für die Befreiung von Gefangenen „Offiziercorps“, Wladimir Ruban, ist in der Ukraine verhaftet worden. Vom ukrainischen Geheimdienst SBU werden ihm Anschlags- und Destabilisierungspläne vorgeworden, berichtet das Portal „Strana.us“.

    Nach Angaben des ukrainischen Portals soll der Chef-Unterhändler, der unter anderem für den Gefangenenaustausch zwischen den ukrainischen Militärs und den Kräften der selbsternannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk verantwortlich ist, im Donbass bei der Überquerung der Kontaktlinie zwischen den Konfliktparteien festgenommen worden sein.

    Laut dem SBU-Dokument, das dem ukrainischen Portal vorliegen soll, hat Ruban nicht weniger als Mordanschläge auf den ukrainischen Präsidenten, Petro Poroschenko, den Innenminister, Arsen Awakow, sowie den Chef des ukrainischen nationalen Sicherheitsrates, Alexander Turtschinow, geplant.

    Zudem soll Ruban vorgehabt haben, das ukrainische Parlament sowie die Administration des Präsidenten in Kiew zu beschießen.

    Sein Ziel sei dabei die „Destabilisierung der Situation“ gewesen.

    „Dem Verschwörer wird die Vorbereitung von Terrorakten und der illegale Waffenbesitz vorgeworfen. In dem Dokumententext wird über Anschlagspläne auf den Präsidenten der Ukraine sowie die führenden Beamten des Staates in Kiew gesprochen“, erläutert das Portal den Text des SBU-Dokumentes.

    Laut dem Dokument soll dabei Ruban „aus Überzeugung“ gehandelt haben. Durch das Töten von ukrainischen Regierungsvertretern und Abgeordneten habe er „Opfer, Destabilisierung und Chaos“ in der Ukraine erreichen wollen. Hierzu habe er nicht nur leichte Schusswaffen, sondern auch Granaten und Raketenwerfer einsetzen wollen.

    Ebenfalls sollen dabei das gewalttätige Besetzen wichtiger Regierungsgebäude geplant gewesen sein und nach Möglichkeit das Gefangennehmen von Poroschenko, Awakow und Turtschinow.

    Die Umstände der Festnahme bleiben allerdings weiterhin undurchsichtig. Ruban soll auf dem Weg aus der „Donezker Volksrepublik“ in Haft genommen worden sein.

    Ukrainische Grenzbeamte wollen bei ihm ein ganzes Arsenal mit Tausenden Patronen, Granaten, Maschinengewehren, Granatenwerfern und anderen Waffen entdeckt haben.

    Das gesamte Arsenal soll in Möbelstücken versteckt gewesen sein, die er mit einem Klein-Lkw transportiert habe.

    Wann der Leiter des „Offiziercorps“ seine Angriffspläne in Kiew ausführen habe wollen, wird nicht erwähnt.

    Eine Stellungnahme von Ruban selbst liegt nicht vor.

    /NG/AE

     

     

     

    Haben Sie einen Account in den sozialen Netzwerken? Werden Sie Fan unserer Facebook- und Instagram-Seite!

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Donezk informiert über gewaltige Explosion an Trennlinie im Donbass
    Föderationsrat appelliert an EU-Parlament wegen Donbass-Gesetz
    „Dichterin vom Maidan“ übt Reue und bittet Donbass und Odessa um Vergebung
    Poroschenko pocht auf Armeeeinsatz im abtrünnigen Donbass – Abkehr von Minsk
    US-Aufklärungsdrohe späht Donbass erneut aus
    Entweder Krieg oder Sabotage: Ukraine beginnt mit Donbass-Reintegration
    „Ukrainische Okkupanten im Donbass“ – Präsident Poroschenkos peinlicher Versprecher
    Tags:
    "Donezker Volksrepublik", Anschlagspläne, Kontaktlinie, Mordanschlag, Destabilisierung, Anschlag, Ukrainische Armee, Ukrainische Regierung, Ukrainischer Sicherheitsdienst SBU, Werchowna Rada, Wladimir Ruban, Arsen Awakow, Alexander Turtschinow, Petro Poroschenko, Donbass, Kiew, Ukraine