12:11 21 September 2018
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    „Unsterbliche Regiment“ - Aktion (Symbolbild)

    „Tag des Sieges“ wird auch in der Schweiz gefeiert – Gedenken und Botschaftsempfang

    © Sputnik / Warwara Gertje
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    Tilo Gräser
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    Mit einer Kranzniederlegung gedenkt Sergej Garmonin, Botschafter Russlands in der Schweiz, am Mittwoch sowjetischer Soldaten, die in Basel bestattet sind. Aus Anlass des „Tages des Sieges“ lädt die russische Botschaft danach zu einem großen Empfang ein. Auch das „Unsterbliche Regiment“ zeigt sich an dem Tag.

    Der Vater von Sergej Garmonin hat als Soldat der Roten Armee gegen die deutschen Faschisten gekämpft und gehörte zu den Befreiern Prags im Frühjahr 1945. Sein Sohn wurde Diplomat und setzt sich seit etwa einem Jahr als Botschafter Russlands in Bern dafür ein, den Frieden in den internationalen Beziehungen bewahren zu helfen.

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    Am 9. Mai, dem „Tag des Sieges“, wird er in Basel derjenigen sowjetischen Soldaten gedenken, die bei der Flucht aus der Nazi-Gefangenschaft in Deutschland gefallen und in der Schweiz begraben wurden. Diese Gefallenen sind auf dem Friedhof am „Hörnli“ in Basel begraben. Dort wird Botschafter Garmonin einen Kranz niederlegen und des Sieges über den Faschismus und der Opfer des Krieges von 1941 bis 1945 gedenken.

    Heiliger Feiertag

    Der „Tag des Sieges“ sei der größte Feiertag für Russland und seine Menschen, betonte der Botschafter im Gespräch mit Sputnik am Montag in Bern, der Hauptstadt der Schweiz. Für die Familien in Russland, auch seine eigene, sei dieser Tag heilig. Fast jede von ihnen habe Opfer durch den faschistischen Überfall zu beklagen. Es sei ein „Feiertag mit Tränen in den Augen“, zitierte Garmonin aus einem russischen Lied.

    Die russische Botschaft werde den 9. Mai wie in jedem Jahr traditionell feierlich würdigen. An der Gedenkzeremonie in Basel werden laut dem Botschafter Diplomaten der anderen ehemaligen Sowjetrepubliken und heutigen GUS-Staaten teilnehmen. Botschafter Garmonin hofft, dass viele Schweizer zur Gedenkstätte in Basel kommen, auch wenn es kein Feiertag in dem Land ist. Die Schweiz verhielt sich im Zweiten Weltkrieg weitgehend neutral und wurde vom faschistischen Deutschland nicht überfallen.

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    Gute Nachbarschaft

    Laut dem Diplomaten wird das „Unsterbliche Regiment“ ebenfalls in der Schweiz erneut an die Soldaten der siegreichen Roten Armee erinnern. Das sei bereits am 5. Mai in Genf geschehen und werde am „Tag des Sieges“ in Basel und in der Schweizer Hauptstadt fortgesetzt. Nach der Gedenkzeremonie gebe es einen großen Empfang in der russischen Botschaft. Diese zeige in dieser Woche außerdem einen Film über den siegreichen Aufstand der Häftlinge des deutschen KZ Sobibor 1945.

    Botschafter Garmonin weiß noch nicht, ob der deutsche Botschafter in der Schweiz Norbert Riedel zum Empfang kommen werde. Er habe ihn eingeladen, so der Diplomat. Wer zur russischen Botschaft in Bern will, muss gleich an drei Gebäuden der Botschaft der Bundesrepublik vorbei. Es gebe eine gute Nachbarschaft, sagte Garmonin auf Nachfrage dazu.

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    Tags:
    Gedenken, Befreiung, Faschismus, Siegestag, Zweiter Weltkrieg, Schweiz, Russland