07:07 20 September 2020
SNA Radio
    Gesellschaft
    Zum Kurzlink
    313643
    Abonnieren

    Für die deutsche Boulevardzeitung „Bild“ ist es ein Affront, wenn der russische Präsident Wladimir Putin der Bundeskanzlerin Angela Merkel Blumen schenkt. Die russische Abgeordnete Irina Jarowaja sieht das völlig anders. Die 51-Jährige erklärt den Journalisten, was ein Blumengeschenk für eine Frau wirklich bedeutet.

    Die „Bild“ hatte zuvor den russischen Präsidenten Wladimir Putin kritisiert, weil er sich erlaubt hatte, die Bundeskanzlerin Angela Merkel in seiner Sommerresidenz in Sotschi mit einem Blumenstrauß zu begrüßen. „Was höflich aussieht, ist in Wahrheit ein Affront“, titelte das Blatt.

    Irina Jarowaja, die im russischen Parlamentsunterhaus, der Duma, für die Partei Geeintes Russland sitzt, vermutet, dass dem Verfasser einfach der Sinn für Ästhetik fehle.

    „Ein Blumenstrauß für eine Frau, besonders ein schön geschenkter, ist ein Zeichen der Achtung. Wer ihn als Affront versteht, hat keinen Sinn für Ästhetik, für die Schönheit zwischenmenschlicher Beziehungen“, sagte Jarowaja am Montag. „So könnte bald selbst die Anrede Frau zu einem Affront werden.“

    „Blumen geschenkt zu bekommen ist für eine Frau eine schöne Tradition und ein Privileg, nämlich selbst dann, wenn es sich um eine Politikerin handelt.“

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    Hätte er Merkel doch abgeknutscht: Wenn Unwissen über Putin Schlagzeilen macht
    „Machen uns sehr angreifbar“: CSU-Urgestein und Rechtsanwalt Gauweiler zum Fall Nawalny – Exklusiv
    „Russland wird Atomwaffen nur anwenden, falls ...“ – Politikmagazin über aktuelle Nuklear-Strategien
    Fall Nawalny: Deutsche Eliten und „Ausdruck eines Niedergangs“ – Experte Fischer knallhart
    Tags:
    Irina Jarowaja, Angela Merkel, Wladimir Putin, Deutschland, Russland