09:59 23 September 2018
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    Treffen in Bellevue (v.l.n.r.): Ilkay Gündogan, Mesut Özil und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier

    Islamkritiker: „Multikulturalisten wollen ethnienfreien Neumenschen“ und kriegen…

    © REUTERS / Bundesregierung/ Guido Bergmann/ Handout
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    Nach dem Eklat um gemeinsame Fotos mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan haben die deutschen Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier getroffen. Der libanesisch-stämmige Regisseur, Journalist und Islamkritiker Imad Karim sieht in der ganzen Situation eine gefährliche Tendenz.

    Zuvor waren die türkischstämmigen Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan und Mesut Özil mächtig unter Druck geraten, nachdem sie sich in der vergangenen Woche mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in London getroffen hatten. Für besondere Ärgernis sorgte Gündogans persönliche Widmung unter einem der gemeinsamen Fotos mit dem türkischen Staatschef: „Für meinen verehrten Präsidenten – hochachtungsvoll“.

    Die deutschen Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan (1. von links) und Mesut Özil (2. von links) beim Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in London
    © REUTERS / Presidential Palast/ Kayhan Ozer/ Handout
    Die deutschen Fußball-Nationalspieler Ilkay Gündogan (1. von links) und Mesut Özil (2. von links) beim Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in London

    Um das Ganze offenbar wieder gut zu machen, erstatteten beide Fußballer dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier am Wochenende ein Besuch, was dieser in seinem Facebook-Profil dokumentierte.

    „Heimat gibt es auch im Plural. Ein Mensch kann mehr als eine Heimat haben, und neue Heimat finden. Das hat die Bundesrepublik für Millionen von Menschen bewiesen und es hat uns bereichert“, zitierte Steinmeier seine eigenen Worte zum Tag der Deutschen Einheit.

    Der Post des Bundespräsidenten sorgte für reichlich Kritik in den Kommentaren. Zu Wort meldete sich auch der Regisseur und Journalist Imad Karim.

    „Irgendwann werden sich die Geschichtsforscher von morgen fragen, wie es dazu gekommen war, dass es in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts zu einem neuen Rassismus und zu vielen blutigen Unruhen kommen konnte und die Antwort wird lauten: Es war dieser erzwungene mit absurden realitätsfremden verordneten Wahrnehmungen bespickte Multikulturalismus, jene neue Elitenreligion, die diese Katastrophe verursacht hatte“, schrieb der Islamkritiker.

    Mesut Özil und „wie alle heißen“ würden in Deutschland leben, das Land aber nicht lieben. Özil und Co. würden jede Gelegenheit nutzen, um zum Ausdruck zu bringen, dass „ihre Werte in einer 1400 Jahren alten Wertetradition beheimatet sind“. Dabei sei es jene Religion, die es nicht geschafft habe, in der Moderne anzukommen.

    „Aber für Herrn Steinmeier darf es nicht sein, was nicht sein darf, deshalb mit aller Kraft dazu beitragen, dass die Scheinwelt weiter erscheint“, so der Journalist.

    Ferner zieht der Islamkritiker einen Vergleich: „Einst wollten die Erben der Aufklärer den arischen reinrassigen Idealmenschen erschaffen und diese rassenfaschistischen Sozialingenieure waren gescheitert. Zig Millionen Menschen mussten sterben. Einst wollten die Erben der Aufklärer den sozialistischen Einheitsmenschen erschaffen und diese sozialistischen Sozialingenieure waren ebenfalls gescheitert. Zig Millionen mussten sterben“, schreibt Karim.

    „Heute experimentieren sie mit uns und wollen den neuen ethnienfreien Neumenschen erschaffen und diese pseudohumanen Multikulturalisten werden scheitern. Die Folgen kann sich jeder ausdenken oder vielleicht nicht…..und sie wollten die Vielfalt und bekamen die Einfalt. Sie wollten es bunt und machten es schwarz”, fügte er abschließend hinzu.

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    Tags:
    Loyalität, Nationalmannschaft, Treffen, Integration, Fußball, Migranten, Deutscher Fußball-Bund (DFB), Mesut Özil, Recep Tayyip Erdogan, Frank-Walter Steinmeier, Türkei, Deutschland