10:46 23 September 2018
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    Die Demonstranten aus dem linken Block rufen immer wieder „Nazis raus!“.

    72.000 Demonstranten „feiern“ gegen die AfD – Berlin im Ausnahmezustand

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    Paul Linke
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    Für die „Zukunft Deutschlands“ ist die AfD in Berlin auf die Straße gegangen. Gegner der AfD protestierten friedlich und ausgelassen. Die Veranstalter zählten 72.000 AfD-Gegner auf den Straßen.

    AfD-Anhänger aus mehreren Bundesländern versammelten sich am Sonntag am Berliner Hauptbahnhof und zogen von dort zum Brandenburger Tor. Der AfD zufolge hat ihre Demonstration unter dem Slogan „Zukunft Deutschland“ in Berlin 10.000 Anhänger der Partei versammeln können.

    • AfD-Politiker- und Anhänger marschieren vom Berlin Hauptbahnhof zum Brandenburger-Tor.
      AfD-Politiker- und Anhänger marschieren vom Berlin Hauptbahnhof zum Brandenburger-Tor.
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    • (v. links n. rechts) Fraktionsvorsitzender Alexander Gauland, AfD-Vizevorsitzende Beatrix von Storch, AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen.
      (v. links n. rechts) Fraktionsvorsitzender Alexander Gauland, AfD-Vizevorsitzende Beatrix von Storch, AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen.
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    • Merkel muss weg“ schreien immer wieder die AfD-Anhänger.
      "Merkel muss weg“ schreien immer wieder die AfD-Anhänger.
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    • Ein Meer von Deutschland-Fahnen.
      Ein Meer von Deutschland-Fahnen.
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    AfD-Politiker- und Anhänger marschieren vom Berlin Hauptbahnhof zum Brandenburger-Tor.
    Die Demonstranten aus dem linken Block rufen immer wieder „Nazis raus!“.
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    Die Demonstranten aus dem linken Block rufen immer wieder „Nazis raus!“.

    Mit Techno, Booten und bunten Fahnen demonstrierten die AfD-Gegner. Die Veranstalter vom Bündnis „Stoppt den Hass. Stoppt die AfD“ zählten 72.000 Menschen, die friedlich gegen diese Partei protestierten. Rund 20 Boote und Flöße waren auf der Spree unter lauter Elektromusik von Berlin-Friedrichshain in Richtung Hauptbahnhof gefahren.

    Zu Land, zu Luft und zu Wasser wird gegen den Aufmarsch der AfD demonstriert.
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    Zu Land, zu Luft und zu Wasser wird gegen den Aufmarsch der AfD demonstriert.

    Das Berliner „Bündnis gegen Rechts“ und die Initiative „Aufstehen gegen Rassismus“ hat zur zentralen Kundgebung vor dem Reichstagsgebäude aufgerufen. Die „Glänzende Demonstration“ von Künstlern lief vom Weinbergspark über Unter den Linden zum Pariser Platz am Brandenburger Tor. Die Proteste blieben laut Polizei störungsfrei, obwohl Linksautonome Blockaden angekündigt hatten.

    Die Gegendemonstranten feiern und tanzen ausgelassen.
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    Die Gegendemonstranten feiern und tanzen ausgelassen.

    Mit 2000 Beamten war die Polizei im Einsatz. Im Vorfeld hatte sie angekündigt, das Versammlungsrecht der Rechtskonservativen durchsetzen zu wollen. „Die Versammlungsfreiheit steht allen zu“, betonte ein Polizeisprecher.

    Massive Polizeipräsenz.
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    Massive Polizeipräsenz.
    Mit allen Mitteln versucht die Polizei die Demonstranten zu trennen. Erfolgreich.
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    Mit allen Mitteln versucht die Polizei die Demonstranten zu trennen. Erfolgreich.
    Von Links: Feuerwerkskörper fliegen in Richtung der Beamten.
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    Von Links: Feuerwerkskörper fliegen in Richtung der Beamten.

    Bei der Abschlusskundgebung hinter dem Brandenburger Tor am Platz des 18. Märzes bezeichnete der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) als eine „Hohepriesterin des Zynismus der Macht“. Mit ihrer Flüchtlingspolitik werde „Deutschland buchstäblich hergeschenkt“. Der Co-Vorsitzende Alexander Gauland sagte bei seinem Auftritt, die etablierten Parteien „lieben die Fremden, nicht uns, nicht euch, nicht die Deutschen“. Bis die AfD die Verantwortung übernehme, werde der Protest anhalten.

    Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen nennt die Kanzlerin:  Eine „Hohepriesterin des Zynismus der Macht“
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    Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen nennt die Kanzlerin: Eine „Hohepriesterin des Zynismus der Macht“
    Der Vorsitzende der AfD Berlin, Georg Pazderski spricht auf der Kundgebung.
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    Der Vorsitzende der AfD Berlin, Georg Pazderski spricht auf der Kundgebung.

    Die Polizei hat die AfD-Kundgebung rundherum abgeriegelt, Gegendemonstranten aber in Sichtweite gehalten. Der Platz war von Gegendemonstranten fast komplett eingekesselt.   Immer wieder wurden aus der AfD-Demonstration heraus Rufe gegen Merkel, Flüchtlinge und Ausländer laut. Bundesvorstandsmitglied Beatrix von Storch sagte zum Auftakt: „Die Herrschaft dieses Islam in Deutschland ist nichts anderes als die Herrschaft des Bösen".

    AfD-Anhänger gegen die Islamisierung Europas.
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    AfD-Anhänger gegen die Islamisierung Europas.
    Von Storch: „Islam ist die Herrschaft des Bösen“.
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    Von Storch: „Islam ist die Herrschaft des Bösen“.

    CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer bemängelte den Kurs der AfD. Die Partei bringe den Antisemitismus in die Parlamente, schrieb sie für „Bild am Sonntag“: „Alte Nazis, Neonazis und Rechtspopulisten. Sie sehen den Menschen nicht in seiner Würde als Individuum. Diese Leute sind eine Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland.“ Allerdings erwähnte sie nicht, dass auf der AfD-Demo unter anderem auch Fahnen des Staates Israel zu sehen waren.

     

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    Tags:
    Flüchtlinge, Islamisierung, Demo, Migranten, Islam, AfD, Annegret Kramp-Karrenbauer, Jörg Meuthen, Georg Pazderski, Beatrix von Storch, Alexander Gauland, Berlin, Deutschland